Flucht aus der Eurozone: Die Türkei gehört zu den Top-Urlaubszielen für Schnäppchenjäger

Die Türkei ist unter den beliebtesten Zielen derjenigen Urlauber, die günstig und außerhalb der Eurozone Entspannung suchen. Nicht mehr lange und die Sommer-Urlaubssaison gehört endgültig der Vergangenheit an. Das Taurusgebirge, Kaş oder das historische Ephesos bieten sich für einen letzten Trip in den Süden geradezu an.

Die europäische Finanzkrise hat mittlerweile fast die gesamte Welt in Mitleidenschaft gezogen. Und der strenge Euro, so konstatiert die türkische Hürryiet, hätte den Schnäppchenjägern nicht wenige Urlaubsziele gehörig verdorben. Was tun? Die Redakteure sind bei ihren Kollegen vom britischen Guardian fündig geworden. Diese haben sich die Mühe gemacht und die Kataloge noch einmal intensiv nach Angeboten außerhalb der Eurozone durchstöbert. Das Ergebnis: Die bisher so beliebten Kanaren werden kurzerhand mit Marokko getauscht, Kroatien triumphiert über Griechenland und vieles mehr. Die Reisekasse, da ist sich Autorin Annabelle Thorpe sicher, wird es den Urlaubern danken.

Kunst und Historie: Tausche Pompeji gegen Ephesos

„Wenn sie nach einer historischen oder archäologischen Reise Ausschau halten, doch der Preis für einen Ausflug nach Pompeji zu hoch erscheint, dann ist es vielleicht an der Zeit, sich weiter umzusehen. Ephesos in der Türkei ist eine äußerst beeindruckende römische Stätte mit Kolonnaden, einem riesigen Theater, Überresten von Geschäften und Häusern und einer einzigartigen Atmosphäre. Nahe der Ortschaft Kuşadası gelegen, ist es einfach die Zeit in Ephesos mit ein wenig Entspannung am Meer zu verbinden und dort ein entspanntes und bezahlbares Mittagessen zu sich zu nehmen.“ (eine Auswahl der schönsten Traumstrände der Türkei gibt es hier – mehr hier).

Auch Kaş an der türkischen Mittelmeerküste hat Thorpe nicht vergessen. „Während Chamonix für lange Zeit die europäische Hauptstadt für Extremsport war, erscheint Kaş im Südosten der Türkei eine um einiges erschwinglichere Option. Ideal am Meer gelegen (zum Kajakfahren, Windsurfen und Jet-Ski), ist es nicht weit bis zum Lykischen Weg, wo Klettern und Mountainbiken angeboten werden. Trotz seiner geringen Größe hat Kaş ein erstaunliches lebendiges Nachtleben.“

So nah und doch der Welt entrückt: Das Taurusgebirge

Die Redaktion des Guardien empfiehlt jedoch nicht nur die Türkei. Auch die Tschechische Republik steht wegen seiner günstigen Spa-Hotel-Angebote hoch im Kurs. Sie böten die perfekte Gelegenheit, um für einige Tage abzutauchen. Und auch hier gilt der Leitsatz: Vichy in Frankreich mag hier zwar die bekannteste Location in Europa sein. Doch die bekannte Kurstadt Karlsbad habe eine fast ähnlich lange Historie, ein Gesundheitsresort vor Ort und überdies eine wunderschöne Belle-Epoque-Architektur. Berühmt geworden sei etwa das Grandhotel Pupp. Das Fünf-Sterne-Haus war als Casino-Hotel in „Casino Royal“ zu bewundern. Selbstredend gäbe es jedoch auch jede Menge erschwinglichere Möglichkeiten die Stadt für sich zu entdecken.

Doch zurück in die Türkei (sie hat ohnehin etwas Nachholbedarf in Sachen Touristenzahlen – mehr hier). Denn hier gibt es eine weitere Destination, die es dem britischen Medium angetan hat: Das Taurusgebirge, das es auf Grund seiner Natur und Lage durchaus mit Korsika aufnehmen könnte. Hinter der quirligen Küste gelegen, offenbart das Gebirge ähnliche Gefühle der Einsamkeit und des totalen Friedens. Das Dorf Gökçeovacık läge nur 20 Fahrminuten vom umtriebigen Göcek entfernt. Gleichzeitig, so fasst die Redaktion zusammen, käme man sich vor, als sei man Millionen Kilometer entfernt – umgeben von Wäldern, Terrassen mit Olivenbäumen und Feldern von Kräutern.

Schwacher Euro lässt Ersparnis im Urlaub schrumpfen

Doch bei aller aufkommenden Urlaubslust und Sparfreude gibt es einen Haken: „Wer im Urlaub die Eurozone verlässt, stellt schnell fest, dass es für den schwachen Euro längst nicht mehr so viel Landeswährung gibt wie in den Jahren zuvor“, heißt es bereits im vergangenen Juli auf Finanznachrichten.de. In den USA gebe es in diesem Sommer nach Auskunft von REISE & PREISE rund 15 Prozent weniger Dollar als 2011. Das verteuere den Urlaub im Land der unbegrenzten Möglichkeiten immens. „Doch damit nicht genug: Der US-Dollar ist in weiten Teilen der Welt die Leitwährung. Touristische Leistungen wie Hotelübernachtungen und Ausflugsprogramme werden vielerorts sogar direkt in Dollar abgerechnet. Selbst die sogenannten Weichwährungen vieler Schwellen- und Entwicklungsländer haben gegenüber dem Euro in den letzten zwölf Monaten erheblich Boden gut gemacht.“

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