Frauen sollten keine Gouverneure werden: Vorsitzende des Unternehmerinnen-Verbands in Erzurum sorgt für Aufruhr

Ausgerechnet die Vorsitzende des Unternehmerinnen-Verbands in Erzurum, Zeynep Çomaklı, ist der Meinung, dass Frauen keine Gouverneurinnen sein sollten. Denn nicht jedes Amt, davon ist Çomaklı überzeugt, sei für Frauen geeignet.

„Frauen sollten nicht Gouverneurinnen oder Distrikt-Gouverneurinnen werden“, erklärte Zeynep Çomaklı in der vergangenen Woche ausgerechnet auf einer Veranstaltung zur Förderung der Geschlechtergleichheit im Arbeitsleben (für Arzuhan Doğan Yalçındağ, Präsidentin der Doğan TV Holding gehen sozialer Status und Gleichberechtigung Hand in Hand – mehr hier).

Vorsitzende stellt Fähigkeiten von Frauen infrage

Frauen, so ihre Ansicht, könnten weder die Imitiative ergreifen noch gehörig auf den Tisch hauen. Ihnen fehle schlicht etwas. „Frauen sind freundlich, zerbrechlich und emotional“, so ihr Pauschalurteil. Und dieses lässt für Çomaklı offenbar nur einen Schluss zu, nämlich, dass es „ein Fehler ist, dass bestimmte Stellen von Frauen besetzt werden.“ (im Iran wurden Frauen kürzlich aus insgesamt 70 Studienfächern verbannt – mehr hier)

Selbstredend, so berichtet derzeit die türkische Hürriyet, sorgten die Äußerungen der Vorsitzenden für nicht wenig Unmut unter den Veranstaltungsteilnehmern. Beirren ließ sich die Dame davon allerdings nicht. Ganz im Gegenteil: Für sie, so fuhr sie fort, sei das weniger eine Frage, ob etwas „passt“, sondern ziele vielmehr darauf hin, wozu Frauen eigentlich fähig seien. „Eine Frau“, lamentiert Çomaklı weiter, „kann kein Bauarbeiter sein. Das passt einfach nicht zu ihr. Einige Posten sind einfach nichts für Frauen.“

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