Regionale Spannungen: Türkei startet Öl-Bohrungen im Mittelmeer ohne Partner

Die Lage in Syrien wirkt sich auf wirtschaftliche Kooperationen der Türkei aus. Elf internationale Öl-Unternehmen wollte mit der staatlichen Öl-Firma TPAO kooperieren. Aufgrund der Nähe der geplanten Bohrungen zu Syrien sowie die Spannungen der Türkei mit Zypern haben nun alle potenziellen Partner abgeschreckt.

Die Türkei wird demnächst mit Öl-Bohrungen im Mittelmeer beginnen – und das ohne Partner. Mehrere internationale Unternehmen hatten Interesse gezeigt, an den Bohrungen der staatlichen Öl-Firma TPAO teilzunehmen. Doch nicht eine einzige Kooperation sei entstanden, wie nun Quellen aus dem Energieministerium der Presse mitteilten. Zu groß seien die Bedenken darüber, in die politischen Spannungen miteinbezogen zu werden. Die Bohrungen sollen unweit der zypriotischen und der syrischen Küste vorgenommen werden, wie Reuters berichtet.

„Die Unternehmen zeigen sich besorgt über die gefährdete Stabilität in der Region. Deshalb sind sie nicht in den Prozess der TPAO eingestiegen“, heißt es. Doch, wenn sich die Lage beruhige, werde dasselbe Interesse erneut gezeigt, glaubt die Regierung. 2013 werde mit den Bohrungen begonnen (auch die Bohrungen an sich sind ein Streitpunkt zwischen Zypern und der Türkei – mehr hier).

Mehr zum Thema:

Protest gegen Zyperns EU-Ratspräsidentschaft: Türkei fährt die falsche Taktik
Suche nach Öl und Gas: Türkei will eigenes Forschungsschiff
Türkei verärgert: Netanjahu einigt sich mit Südzypern über Energie-Kooperation

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.