Türkische Erfolgsgeschichte: Auswanderer wird Joghurt-Milliardär in den USA

Vom Tellerwäscher zum Millionär: Im Falle von Hamdi Ulukaya stimmt diese US-amerikanische Traum nicht ganz. Der türkische Auswanderer hat sein Geld mit dem Verkauf von Joghurt gemacht und es nun bis in die Bloomberg-Liste der Milliardäre geschafft.

Die zunehmende Beliebtheit von Joghurt in den Vereinigten Staaten, so berichtet derzeit die türkische Zeitung Sabah, habe sich für den türkischen Auswanderer Hamdi Ulukaya als echter Glücksfall erwiesen. Der heute 40-Jährige ist Inhaber von „Chobani“, die meistverkaufte Joghurtmarke des Landes und mittlerweile Milliardär.

Nach Angaben von Bloomberg beträgt das Vermögen von Joghurt-Mogul UIukaya im Augenblick etwa 1,1 Milliarde Dollar. Als griechischer Joghurt eingeführt, hat sich „Chobani“ seit dem Jahr 2009 verfünffacht und so den Gründer und alleinigen Eigentümer erstmals überhaupt in ein derartiges Ranking katapultiert.

„Chobani“ hält 17 Prozent des US-Joghurt-Marktes

Zunächst als Agro-Farma Inc. in Norwich, New York gegründet, wird „Chobani“ nun seit fünf Jahren unter diesem Markennamen vertrieben. Mit Erfolg: Derzeit hält das Unternehmen ganze 17 Prozent des US-amerikanischen Joghurtmarktes. Geschätzte drei Millionen Kilo Milchprodukte werden täglich produziert. Und ein Ende der Fahnenstange scheint nicht in Sicht. „Das Wachstum von Chobani ist ziemlich erstaunlich“, so auch CEO Sam Hamadeh. Wüsste man nicht, dass es sich um Joghurt handelt, könnte dahinter gut und gerne auch ein IT-Unternehmen stehen (die Lebensmittelpreise werden derzeit mit Sorge beobachet – mehr hier).

Ulukaya kam 1997 aus der Türkei, wo seine Familie einen Milchviebetrieb hatte, in die USA. Nachdem er einige Business-Kurse an der Universität von New York genommen hatte, begann er in einer Fabrik in  Johnstown, New York, mit der Produktion von Fetakäse. 2005 wechselte er dann mit dem Kauf einer weiteren Fabrik und gerade einmal fünf Mitarbeiern ins Joghurtgeschäft. Keine zwei Jahre später standen die ersten Produkte in den Supermärkten von Long Island. Der Rat seines Vaters hatte sich also bewahrheitet: Der hatte seinem Sohn einst mit auf den Weg gegeben, ins US-amerikanische Käsegeschäft einzusteigen, da es in den USA an guten Produkten auf diesem Gebiet mangle. Mit Erfolg.

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