Bombenfund in Diyarbakır: Großaufgebot an Sicherheitskräften

Türkische Behörden haben die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Dorf Çarıklı in Diyarbakır erhöht, nachdem an einer nahe gelegenen Brücke Sprengstoff gefunden wurde.

Laut Angaben der Nachrichtenagentur Doğan sei die Bombe auf einem Weg zum Flughafen von Diyarbakır platziert worden, der sowohl von zivilen als auch von militärischen Flugzeugen genutzt werde.

Seit neun Uhr morgens, so heißt es weiter, sei die Hauptstraße zwischen der benachbarten Provinz Diyarbakir und Mardin von der Polizei geschlossen. Aus Sicherheitsgründen hätten Spezialeinheiten in den umliegenden Hügeln Position bezogen, um von dort aus die Straße zu überwachen. Auch ein Polizeihubschrauber sei im Einsatz (die türkische BDP-Abgeordnete Sebahat Tuncel ist an diesem Dienstag von einem Istanbuler Gericht zu acht Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt worden – mehr hier).

Sicherheitskräften gelang die Entschärfung der Bombe

Nachdem es zunächst hieß, dass alle Flüge auf dem wichtigsten Flughafen im Südosten des Landes verschoben wurden, wird von Seiten der Zaman nun berichtet, dass es, laut der türkischen Generaldirektion für Airport Management, im Laufe des Tages angeblich keine Verzögerung bei den Flügen gegeben habe. In der Tat, so berichtet das Blatt, habe die Polizeidirektion von Diyarbakır aber unter anderem Kontakt mit dem Flughafen aufgenommen, um sicherzustellen, dass sowohl militärische als auch zivile Flüge verschoben würden, da die Brücke, unter der sich der Sprengstoff befand, in der Nähe der Start-und Landebahnen liegt.

Mittlerweile haben Sicherheitskräfte die Bombe jedoch erfolgreich entschärft. Diese hätte im Falle einer Detonation angeblich so stark sein sollen, dass sie schwerste Schäden zur Folge hätte haben können. Das Blatt äußert die Vermutung, dass sie von der Terrororganisation PKK platziert worden sein könnte (in den schwersten Gefechten seit Jahren starben kürzlich gut 130 Menschen – mehr hier).

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