Entscheidung der YÖK: Syrische Flüchtlinge an türkischen Universitäten zugelassen

Gute Nachrichten für alle Studentinnen und Studenten unter den rund 80.000 syrischen Flüchtlingen in der Türkei: Sie können ihr Studium nun an insgesamt sieben vom türkischen Hochschulrat Yüksekögretim Kurulu (YÖK) ausgewählten Universitäten des Landes beenden.

Auf Anregung der türkischen Außen-und Bildungsministerien hat der YÖK kürzlich entschieden, dass syrische Studentinnen und Studenten ihre Studien in an Çukurova Universität in Adana, in Gaziantep, an  der Harran Universität in Şanlıurfa, an der Kilis 7 Aralık Universität, an der Mustafa Kemal Universität in Hatay, an Osmaniye Korkut Ata Uni und an der Mersin Universität fortsetzen können.

Eine Grundvoraussetzung für die Aufnahme der Studien: Die jungen Leute müssen einen Türkischtest bestehen. Falls ihnen das nicht gelänge, so berichtet die Tageszeitung Zaman, hätten sie entsprechende Türkischkurse zu besuchen, bevor sie ihr Studium in der Türkei fortsetzen könnten (unterdessen wurden türkischen Studentinnen und Studenten zumindest die monetären Zugangsvoraussetzungen erleichtert – mehr hier). Laut YÖK gelte diese Regelung allerdings nur für das akademische Jahr 2012/2013.

Unterdessen startete am 17. September im Flüchtlingscamp in Cevdetiye in der Provinz Osmaniye auch für rund 4500 syrische Kinder die Schule in der Türkei. Nach Angaben des stellvertretenden Gouverneurs Murat Uzunparmak würden die Schülerinnen und Schüler in einer eigens aufgebauten Schule im Lager unterrichtet. Insgesamt würden dort im Augenblick etwa 10.000 Menschen leben. Doch nicht nur die Kinder bilden sich weiter. Daneben, so fährt Uzunparmak fort, gäbe es auch Lese- und Schreibkurse für 221 erwachsene Flüchtlinge zwischen 16 und 45 Jahren (unterdessen will der Wissenschafts- und Technologieforschungsrat der Türkei (TÜBİTAK) die türkischen Schüler verstärkt für die Wissenschaft begeistern – mehr hier).

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