Krise in Syrien: Jetzt werden auch türkische Schüler in Mitleidenschaft gezogen

Die Unruhen in Syrien haben nun auch auch direkte Auswirkungen auf den Unterricht türkischer Schulkinder. In der südanatolischen Provinz Şanlıurfa mussten auf Grund der anhaltenden Kämpfe mittlerweile sogar Schulen geschlossen werden.

Laut Berichten der türkischen Hürriyet bleiben derzeit die Schulen im Distrikt Akçakale geschlossen. Der Grund: Nicht einmal einen Kilometer entfernt toben die Kämpfe im Norden Syriens mit voller Wucht. Sie werden mittlerweile zu einer ernstzunehmenden Gefahr für die Schülerinnen und Schüler. Schaden an ihrem Leib und Leben soll nun unbedingt verhindert werden.

Bereits in der vergangenen Woche schritten die Behörden ein und machten die Lehranstalten für ganze drei Tage dicht. Dann an diesem Montagmorgen die Nachricht: Die Schulen bleiben auch weiterhin zu. Betroffen seien derzeit insgesamt 14 Schulen. Bereits seit Beginn der Unruhen im März 2011 gingen die Kinder mit den Klängen von Waffen und Bomben im Ohr in den Unterricht. Seither hat sich die Lage sukzessive verschlimmert (die Mehrheit der Türken ist gegen eine Intervention – mehr hier).

Türkische Zivilisten werden durch syrische Irrläufer verletzt

Dass die Sorgen um das Wohlergehen der Schülerinnen und Schüler nicht ganz unbegründet sind, zeigte sich erst in der vergangenen Woche als türkische Zivilisten Schusswunden erlitten, weil sie in der Nähe eines Grenzübergangs von verirrten Kugeln getroffen wurden. Als am vergangenen Samstag schließlich abermals Artilleriefeuer niedergegangen sei, brach unter den Anwohnern Panik aus (das türkische Militär verlegte darauf hin schweres Gerät an die Grenze – mehr hier).

Unterdessen hat sich der türkische Hochschulrat Yüksekögretim Kurulu (YÖK) auf Anregung der türkischen Außen-und Bildungsministerien dazu entschlossen, syrischen Flüchtlingen die Wiederaufnahme ihres Studiums in der Türkei zu ermöglichen. Bestehen sie den Türkisch-Test, steht ihnen der Weg an insgesamt sieben Universitäten des Landes offen.

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