Anti-Islam-Video: Morddrohungen gegen deutsche Politiker

Der anti-islamische Schmähfilm eines US-Amerikaners sorgt nun auch in Deutschland für neue Bedrohung. Während die Demonstrationen am Wochenende friedlich verliefen, rufen Fundamentalisten im Internet zum Mord an Politikern, Pro NRW-Mitgliedern und allen, die den Film nicht verbieten wollen, auf. Die Behörden werten das Schreiben derzeit aus.

In dem Dokument „Abrechnung mit Deutschland“, das im Internet kursiert, ruft die „Globale Islamische Medienfront“ zum Mord an allen auf, die sich nicht für ein Verbot des Films (mehr hier) in Deutschland eingesetzt haben. Auf acht Seiten wird beschrieben, wie sich Muslime gegen „diese wertlosen Halbaffen“ wehren müssten. Auch Muslime sind entsetzt, sie fühlen sich ebenfalls bedroht von den Fundamentalisten. Sie seien „Heuchler“, weil sie den Gewaltaufrufen nicht folge würden, schreibt die extremistische Gruppe.

„Lasst euer Ziel diesen deutschen Schauspieler dieses Filmes sein, der die Rolle unseres edlen Gesandten spielte. Die Pro-NRW, die unseren geliebten Propheten in Karikaturen belustigten. Und jene Politiker, welche die Genehmigung für das zeigen dieser Karikatur guthießen und erlaubten. Und jene Mitbürger, die sie darin unterstützen, egal wer sie sind“, heißt es weiter. Die Urheber des Schreibens fordern explizit die Tötung dieser gruppen. Die Tat solle zudem gewfilmt werden. Unterzeichnet wird das PDF-Dokument von einem gewissen Abu Assad al-Almani. Eine Sprecherin des BKA erklärte der Tageszeitung „Die Welt“: „Die Verlautbarung ist dem BKA bekannt. Sie wird derzeit ausgewertet“.

Es wird zwar von einem deutschen Schauspieler gesprochen, doch ist die Identität der Schauspieler im Video nicht bekannt. Die Islamisten nennen keine Quellen für ihre Aussage.

Schon im Falle der Karikaturen, die von der rechtsextremen Gruppierung Pro Deutschland gezeigt wurde, hatten Extremisten in einer brutalen Video-Botschaft auf ähnliche Weise die Ermordung der Mitglieder gefordert (mehr hier).

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