Friedrich über Vermisst-Kampagne: Wir werden dem Druck aus der Türkei nicht nachgeben

Die Kritik an der Vermisst-Kampagne des Innenministeriums reißt nicht ab. Doch nicht nur innerhalb Deutschlands muss sich Innenminister Hans-Peter Friedrich rechtfertigen. Ihn stört besonders, dass die Türkei versucht, ihren Einfluss in Deutschland zu verstärken.

Grünen-Fraktionsgeschäftsführer im Bundestag, Volker Beck, kritisierte in der Aktuellen Stunde am Donnerstag die Vermisst-Plakataktion des Innenministeriums und forderte eine Entschuldigung. Für Innenminister Friedrich gibt es dazu keinen Anlass, wie die türkische Tageszeitung Hürriyet berichtet. Keiner dürfe die Gefahr, die von radikalen Islamisten und Salafisten ausgehe kleinreden, so Friedrich.

„Ich bedanke mich bei den muslimischen Verbänden, die an dem Projekt ‚Initiative Sicherheitspartnerschaften‘ teilgenommen haben. Ich verstehe auch nicht, warum sie plätzlich ihre Meinung geändert haben“, so Friedrich weiter (Innenministerium und muslimische verbände haben ihre eigenen Versionen von der Entstehung der Kampagne – mehr hier und hier). Zudem könne er nicht gutheißen, dass sich die Türkei in dieser Frage einmische. „Ich kann nur sagen, dass die Nachrichten, die aus der Türkei zu diesem Thema kommen und so versucht wird auf die Menschen in Deutschland Einfluss zu nehmen, mich wütend machen. Ich werde diesem Verusch de Einflussnahme und dem Druck nicht nachgeben“, erklärte er (auch die Einrichtung der „Beratngsstelle Radikalisierung“ wurde von türkischen politikern bereits diskutiert – mehr hier).

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