Nach Spanien und Griechenland: Nun auch Proteste in Italien

Nach Spanien und Griechenland gehen nun auch die Italiener auf die Straße. Die zwei größten Gewerkschaften haben zu einem Protestmarsch gegen die Sparpolitik Montis aufgerufen. Tausende Demonstranten sind bereits auf den Straßen in Rom unterwegs.

Es ist erst zwei, drei Tage her, dass es in Spanien und Griechenland zu massiven Protesten gegen die Sparpolitik ihrer jeweiligen Regierungen gekommen ist (bei denen es zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizie kam – hier). Nun setzen sich die Proteste in Italien fort. Zwei der größten Gewerkschaften haben zu einem Marsch durch Rom in Richtung Kollosseum aufgerufen. Neben den Beamten, die heute in einen Generalstreik getreten sind, haben sich etliche Italiener ebenfalls dem Protestmarsch angeschlossen. Reuters zufolge sind es bereits Tausende.

„Hört auf, die Schwächsten zu schlagen. Wir haben bereits genug gegeben“, steht auf der Webseite der Gewerkschaften. Im August hatte Premier Mario Monti neue Einsparungen bekannt gegeben, die darauf zielen, den öffentlichen Sektor zu verkleinern und beispielsweise auch die staatliche Finanzierung der Gesundheitsvorsorge zu reduzieren. Zuvor hatte die Regierung bereits Einsparungen vorgenommen und den Kündigungsschutz gelockert. „Im Moment kann ich keine Zukunft sehen, die uns Hoffnung macht, besonders bezüglich der unserer Jugend“, sagte Emilio Amiraglia, ein ehemaliger Soldat, der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Sparanstrengungen der italienischen Regierung haben die Rezession in Italien verschärft und die Arbeitslosigkeit ist mit 10,7 Prozent im Juli auf dem höchsten Stand seit 2004. Indes hat Mario Monti nicht ausgeschlossen, das Land weiter zu regieren, wenngleich er nie gewählt wurde.

 

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