Cem Özdemir: Türkei und Griechenland sollten Europa mit Solar-Energie versorgen

Grünen-Chef Cem Özdemir versteht nicht, warum die Türkei ihre Potenziale nicht nutzt. Die Nutzung von Solarenergie liege in dem Land auf der Hand. Doch stattdessen setzt die Türkei weiter auf Atomkraftwerke, während sich Europa davon abwenden will.

Für Grünen-Politiker Cem Özdemir ist es nicht möglich weiterhin Atomkraftwerke in demokratischen Ländern zu bauen, da es dafür keinen öffentlichen Zuspruch mehr gibt. „AKWs werden nur noch in Diktaturen oder in teilweise diktatorischen Staaten gebaut“, sagte der Grünen-Vorsitzende auf einer gemeinsamen Veranstaltung der Sabancı Universität in Istanbul und der deutschen Mercator Stiftung.

Für ihn sei es bizarr zu sehen, dass die Türkei einen Weg einschlage, von dem sich die entwickelte Welt abwendet. Das erklärte Ziel der türkischen Regierung ist, bis 2023 gleich mehrere Atomkraftwerke im Land zu bauen (mehr zu den Plänen – hier). Die Vorteile – Unabhängigkeit von Importen – seien wichtiger, als die Nachteile zu bedenken. Fast die gesamte Türkei ist Erdbebengebiet.

Doch stattdessen habe die Türkei viel bessere Energiequellen, die ungenutzt bleiben würden. „Wir sollten unserem Schöpfer dankbar sein, dass uns die Sonne ohne jegliche Kosten Energie liefert“, erklärte Özdemir (auch Greenpeace empfiehlt der Türkei stärker Solarenergie zu fördern – mehr hier). Die Türkei und Griechenland könnten seiner Meinung nach in Europa zukünftig die Hauptlieferanten von Solarenenrgie werden.

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