Bettina Wulff „Jenseits des Protokolls”: „Die Güls sind echte Freunde”

In ihrem aktuellen Buch „Jenseits des Protokolls” hat Bettina Wulff, Frau des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff, die Freundschaft mit der türkischen Präsidentengattin Hayrünnisa Gül gelobt. Kritische Kommentare, dass sie beide so unterschiedlich seien, lässt die ehemalige deutsche First Lady nicht gelten. Das Kopftuch und der Glaube spielen hier keine Rolle.

In der vor kurzem noch als Bestseller gehandelten Biographie „Jenseits des Protokolls” beschreibt die 38-jährige Bettina Wulff auch ihr Verhältnis zur türkischen Spitzenpolitik. Ausführlich erwähnt würden, das berichtet derzeit die türkische Zeitung Sabah, Präsident Abdullah Gül und seine Frau Hayrünnisa Gül. Beide, so heißt es, werden in Kapitel 7 „Die Promis“ als „echte Freunde“ bezeichnet. Bettina Wulff schreibt hierzu: „Wenn es Christian und mir tatsächlich gelungen ist, zu einem anderen Politiker und dessen Frau eine intensive Beziehung aufzubauen, bei der man von Freundschaft sprechen kann, dann ist dies sicher der türkische Präsident Abdullah Gül und seine Frau Hayrünnisa.“

Bettina Wulff und Hayrünnisa Gül: Eine Frauenfreundschaft unabhängig von den Männern

In den Augen der einstigen First Lady, so schreibt das Blatt weiter, habe es sich bei der Beziehung zu den Güls um eine echte Freundschaft gehandelt. Kurz nach der Wahl ihres Mannes zum Bundespräsidenten hätten sie das Ehepaar Gül bereits in Berlin empfangen dürfen und seien nur einen Monat später, im Oktober 2010, schon zu Gast in der Türkei gewesen. Seither habe man sich immer wieder getroffen. Unabhängig von den beiden Ehemännern gelang es, eine Freundschaft unter Frauen aufzubauen.

Der Umgang zwischen den beiden Damen soll ungezwungen gewesen sein – beide hätten sich sogar gedutzt. Selbst nach dem Rücktritt von Christian Wulff hätte man einige Male Korrespondenz gepflegt. Gerade deshalb hätte sich Bettina Wulff auch sehr über Artikel geärgert, die die Unterschiede zwischen den Frauen thematisiert hätten. Sie selbst, so macht sie deutlich, hat das offenbar nicht so gesehen. Ein Kopftuch macht eben noch lange keinen Unterschied. Eine solche Perspektive sei in ihren Augen jedenfalls extrem oberflächlich. Unterschiedliche Glaubensrichtungen waren zwischen den beiden kein Thema.

Nach dem anfänglichen Hype um „Jenseits des Protokolls” hat das Interesse der Leser allerdings schnell nachgelassen. Mittlerweile ist das Buch sogar als illegale Kopie im Netz zu finden und der Bestseller zum Flopp avanciert.

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