„R.I.P. Dirk Bach”: Auch die deutsch-türkische Community trauert

Rasend schnell verbreitete sich am vergangenen Montagabend die Nachricht: Der beliebte Comedian Dirk Bach ist tot. Er starb mit nur 51 Jahren in seinem Hotel-Appartment in Berlin-Lichterfelde. Der Schock bei Kollegen und Publikum ist groß. Auch die deutsch-türkische Community zeigt sich bestürzt.

Was nicht wenige zunächst für einen klassischen Internet-Hoax gehalten hatten, entpuppte sich schon nach einem ersten Blättern in den Nachrichtenseiten als traurige Gewissheit. Dirk Bach, der gebürtige Kölner, der in schrillen Outfits und nie um einen Spruch verlegen, über Jahrzehnte die deutschen Fernseh- und Theaterzuschauer unterhielt, verstarb plötzlich und aus bisher ungeklärten Gründen.

Leblos soll er am vergangenen Montag vorgefunden sein. Sämtliche Versuche den Dschungelcamp-Kompanion von Sonja Zietlow, mit der er über sechs Staffeln lang „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ aus dem australischen Dschungel rief, wieder ins Leben zurückzuholen scheiterten. Derzeit, so heißt es in mehreren Medien übereinstimmend, gehe die Polizei von einem natürlichen Tod aus.

„Dirk Bach war ein Unikat. Er musste viel zu früh gehen.“

In den Zeitungen, über Twitter und via Facebook reagieren Freunde, Wegbegleiter, Kollegen und Fans derzeit auf die furchtbare Todesnachricht. Auch im deutsch-türkischen Forum „Turkish Talk“ haben die User bereits am frühen Montagabend einen Thread zum Tod von Dirk Bach, den Zeit Online-Redakteurin Marianne Kolarik liebevoll einen „Aktivist mit Witz“ nennt, eröffnet. Trauer und Bestürzung kennen auch hier keine Grenzen. Die meisten finden nur wenige Worte, sind sprachlos ob der Nachricht, die mehr als nur unwirklich erscheint. Warum musste er so früh sterben? Warum geschieht das in Promikreisen vermeintlich so häufig? Was ist wirklich passiert? Hatte das Ganze mit seinem immensen Körperumfang zu tun? Angeblich soll er schon länger gesundheitliche Probleme gehabt haben und während der Spielzeit 2011/2012 im Musical „Kein Pardon“ nicht aufgetreten sein. Fragen über Fragen tauchen auf, die derzeit fast eins zu eins auch durch die deutschen Gazetten geistern. Für Kolarik war Bach „ein Grenzgänger zwischen U und E, zwischen Unterhaltung und Ernst, ein Spaßmacher und Ernstmacher in einer Person.“ Darin sind sich auch die Forumsteilnehmer einig, wenn Userin Sinaluise noch am späten Montagabend schreibt: „Dirk Bach war ein Unikat. Er musste viel zu früh gehen.“

turkish-talk.com versteht sich nach eigenen Angaben als ein Forum für den Meinungs- und Erfahrungsaustausch aller deutschsprechenden Türken, all ihrer Freunde und derer, die sich für sie interessieren. Hierzu heißt es: „Unser Ziel ist, ein gemeinsames Verständnis der Unterschiede und Berührungspunkte der jeweiligen Alltagswelten, Lebensstile und Bedürfnisse zu fördern und zu erreichen.“ Ein Anliegen, das auch Dirk Bach zeitlebens verfolgte: Offen ging er mit seiner Homosexualität um, als Aktivist für die Tierschutzorganisation Peta, Amnesty International oder die Aids-Hilfe kämpfte er gegen Ressentiments und Diskriminierungen. Auch sozial Schwache und politisch Verfolgte fanden stets ein offenes Ohr. Ein Mann mit bissigem Humor und einem großen Herz.

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