Schlag für Fenerbahçe: Alex de Souza hört auf

Alexsandro de Souza macht Schluss mit dem türkischen Fußballclub Fenerbahçe. Wie der langjährige Kapitän am vergangenen Montag mitteilte, hat er seine Karriere dort mit sofortiger Wirkung beendet.

Die Entscheidung, so berichtet derzeit die türkische Tageszeitung Zaman, sei erfolgt, nachdem es zu bereits zu mehreren Meinungsverschiedenheit zwischen dem brasilianischen Fußballspieler und Trainer Aykut Kocaman gekommen war. Zuletzt wurde de Souza auf unbestimmte Zeit suspendiert, worauf hin dieser dann den sofortigen Schlusstrich zog (noch im letzten Jahr wurde bedauert, dass er nicht die türkische Staatsbürgerschaft annehmen könne – mehr hier).

„Ich habe meinen Vertrag beendet. Das war die traurigste Unterschrift, die ich jemals geben musste. Fenerbahçe hat einen Spieler verloren, aber einen Fan gewonnen. Danke für alles“, erklärte de Souza kurz nach der Beendigung seines Engagements über Twitter.

Bereits seit einiger Zeit war bekannt, dass Alex, von dem kürzlich eine Statue im Istanbuler Kadıköy Bezirk aufgestellt wurde, kein gutes Verhältnis zu Trainer Kocaman hatte. Der Coach, so schreibt das Medium, habe den Spieler ausgegrenzt und bei wichtigen nationalen und internationalen Spiele nicht zum Zuge kommen lassen. Alex de Souza wiederum beschuldigte den Trainer eifersüchtig zu sein. Am Montag dann der Höhepunkt: Kocaman warf den Spieler aus dem Kader. Ein Umstand, der von den türkischen Medien als Bestrafung des Fußballers für die schlechten Leistungen der Mannschaft gewertet wurde. Erst am vergangenen Wochenende verlor man gegen Kasımpaşaspor. Gegen Marseilles gab es in der Woche zuvor nur ein 2:2.

343 Pflichtspiele für die Kanarienvögel

Nach dem Spiel gegen Kasımpaşa hielt Fenerbahçe noch in der Kabine eine außerordentliche Sitzung unter Anwesenheit von Vorstand Aziz Yıldırım ab. Kurzzeitige Spekulationen, dass Kocaman zurücktreten würde, bestätigten sich am Ende aber nicht.

Das Portal goal.com zog unterdessen Bilanz über de Souzas Zeit bei Fenerbahçe:
„Mittelfeldregisseur Alex, der seit Juni 2004 für den 18-maligen türkischen Meister spielt, bestritt in dieser Zeit wettbewerbsübergreifend 343 Pflichtspiele für die Kanarienvögel und erzielte dabei stolze 172 Treffer – und bereitete 139 weitere Tore vor. Er führte Fenerbahce zu drei Meisterschaften, vier Vize-Titeln, zwei Supercup-Siegen und nach fast 30 Jahren Wartezeit zum Pokalerfolg, bei dem er mit einem Tor und drei Vorlagen nebenbei auch noch bester Spieler des Finales wurde. Des Weiteren wurde er zweimal Torschützenkönig der Süper Lig und das als Mittelfeldspieler.“

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