Mohammed-Film: Debatten zur Meinungsfreiheit auch am Tag der offenen Moscheen

Am Tag der deutschen Einheit laden mehr als 1.000 Moscheen deutschlandweit Interessierte zu Führungen und Vorträgen in ihre Räumlichkeiten ein. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Islamische Kunst und Kultur“. Doch das Motto wird nicht überall umgesetzt. Während einige Moscheen nur auf kulturelle Veranstaltungen setzen, will eine Berliner Moschee die aktuellen Ereignisse rund um den anti-islamischen-Schähfilm nicht aussparen.

Seit 1997 ist am Tag der deutschen Einheit auch der Tag der Offenen Moscheen in Deutschland. Jedes Jahr nehmen in Deutschland tausende Interessierte an den Führungen und Veranstaltungen in deutschen Moscheen teil (im vergangenen Jahr besuchten, nach Angaben des Koordinationsrats der Muslime, 100.000 Menschen die Veranstaltungen – mehr hier).

Tag soll Ängste abbauen

Der Tag soll deutlich machen, dass auch die muslimische Gesellschaft ein wichtiger Teil Deutschlands ist und Ängste abbauen.

Unter dem Motto „Islamische Kunst und Kultur“ wird in diesem Jahr der Fokus auf kulturelle Reichtümer gesetzt. „In diesem Sinne ist es unser Wunsch, mit diesem Motto auf das Potenzial der islamischen Kunst, Kultur und Wissenschaft aufmerksam zu machen. Damit soll dem interessierten Moscheebesucher zum einen das in der islamischen Kultur enthaltene Potenzial für einen Beitrag in allen kulturellen Bereichen gezeigt werden und zum anderen zu neuen Projekten und Initiativen in den Bereichen der Kunst, Kultur und Wissenschaft motiviert werden“, erklärt Ali Kizilkaya vom Korrdinationsrat der Muslime.

„Schmähung, Meinungsfreiheit, Religion – Wie gehen wir als Gesellschaft damit um?“

Während die DITIB-Mosche in Köln-Ehrenfeld mit klassischer Musik von Pianist Betin Günes, einer Vorführung der tanzenden Derwische und einem türkischen Volksmusikchor ganz auf Unterhaltung setzt, lädt die Sehitlik-Moschee in Berlin zur informativen Podiumsdiskussion zum Thema „Schmähung, Meinungsfreiheit, Religion – Wie gehen wir als Gesellschaft damit um?“. Der Islam ist derzeit aufgrund des anti-islamischen Schmähfilms und der Beschneidungsdebatte im Fokus des Geschehens (in der Türkei wurde der Film auf richterliche Anordnung sogar blockiert – mehr hier). Selbst das kulturelle Motto kann deshalb nicht die aktuellen Ereignisse verdrängen.

Informationen zu den Moschee-Programmen in ganz Deutschland – hier

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