Kreditvergabe: Die Türkei leiht Ägypten eine Milliarde US-Dollar

Die Türkei will die ägyptische Regierung mit einem Kredit über eine Milliarde Dollar unterstützen. Angestrebt ist eine Verdreifachung des Handelsvolumens auf zehn Milliarden Dollar. Die politische Unsicherheit in Ägypten könnte allerdings türkische Investitionen gefährden.

Der ägyptische Präsident Mohamed Morsi war am vergangenen Sonntag nach Ankara gereist, um seinen türkischen Amtskollegen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan zu treffen (die ägyptische Jugend evaluiert ihren Präsidenten im Internet – mehr hier). Im Rahmen dieses Treffens wurde Ägypten ein Kredit von einer Milliarde US-Dollar zugesagt. Dies geht aus der Pressemitteilung des stellvertretenden türkischen Ministerpräsidenten Ali Babacan hervor.

Darüber hinaus soll ein Finanzierungsrahmen von ebenfalls einer Milliarde US-Dollar von der türkischen Eximbank vorbereitet werden. Damit sollen Dienstleistungen und Warenexporte aus der Türkei nach Ägypten finanziert werden.

Der türkische Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan beziffert unterdessen das Handelsvolumen beider Länder in den ersten acht Monaten des Jahres auf 3,5 Milliarden US-Dollar. Für die Zukunft ist er positiv gestimmt und erwartet in Kürze eine knappe Verdreifachung des Handelsvolumen auf zehn Milliarden US-Dollar, wie die türkische Tageszeitung „Hürriyet“ berichtet.

Dennoch bleibt ein politisches Risiko bestehen: Die politische Kluft zwischen der ägyptischen Armee und dem Präsidenten Morsi ist noch nicht überwunden. Eine ungewisse Zukunft steht dem Land deshalb noch bevor, die die türkischen Invesitionen gefährden könnte (die Türkei taugt dem Land offenbar nicht als Vorbild – mehr hier).

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