Schweiz: Türkische Urlauber sollen Tourismus retten

In die Schweiz zieht es eigentlich in erster Linie europäische Touristen. Weil diese jedoch neuerdings weitgehend ausbleiben, will die Schweiz für sich als Urlaubsland nun sogar in der Türkei und im fernen Indonesien werben.

Die Schweiz, das Land von Heidi und Bergkäse, konnte bisher eher Urlauber aus den europäischen Nachbarländer für sich begeistern (diese zieht es nun jedoch vor allem in Länder außerhalb der EU – mehr hier). Doch nun bleiben die Fans von unberührter Natur und nostalgischem Charme offenbar derart stark aus, dass die Eidgenossen völlig neue Wege gehen. In der Türkei und in Indonesien hoffen sie jetzt ihre neue Zielgruppe zu finden.

Der starke Schweizer Franken und die Finanzkrise sorgen offenbar dafür, dass die Schweiz als Urlaubsziel nicht mehr sonderlich beliebt ist (auch die Touristen-Zahlen in der Türkei gehen leicht zurück – mehr hier). Der Tourismus steckt in der Krise. 7,2 Prozent weniger Gäste verzeichneten die Hotels nach Angaben des Bundesamts für Statistik im Juli im Vergleich zum Vorjahr.

Der Branche geht es so schlecht, dass die Regierung nun um finanzielle Mittel für ein „Notprogramm“ gebeten worden sei, wie Peter Vollmer, Vizepräsident des Marketingverbands Schweiz Tourismus, dem Schweizer Tagesanzeiger erklärte. Zu diesem Programm gehöre Schweiz-Werbung in der Türkei und Indonesien. Die beiden Länder sind von der Finanzkrise weitgehend unverschont geblieben.

„Beide Länder haben eine sehr zahlreiche Bevölkerung und wiesen in den letzten Jahren ein starkes Wirtschaftswachstum auf“, so Vollmer. Ziel sei es demnach, die „Abhängigkeit von Touristen aus Europa“ zu reduzieren.

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