Syrische Granate tötet fünf Menschen: Türkei reagiert mit Warnfeuer

Syrische Granaten trafen am Mittwoch eine türkische Stadt an der Grenzregion und töteten vier Zivilisten. Die Türkei reagiert mit Warnfeuer. Beobachter befürchten eine Eskalation.

Seit Tagen kommt es an der türkisch-syrischen Grenze immer wieder zu Gefechten. Am Mittwoch landeten dabei mindestens drei Granaten auf türkischem Boden in der Stadt Akçakale. Eine der Granaten tötete ersten Berichten zufolge fünf Menschen. 13 wurden verletzt. In dem betroffenen Gebiet brach kurz darauf Panik aus. Bei den Getöteten handelte es sich um Zivilisten, einer Mutter und ihren vier Kindern. Die türkischen Sicherheitskräfte feuern derzeit Warnbomben auf Syrien. Beobachter befürchten, die Situation könne eskalieren (vor wenigen Tagen kam es an der Grenze bereits zu erneutem Säbelrasseln – mehr hier).

Außenminister Ahmet Davutoglu habe türkischen Medien zufolge bereits UN-Generalsekretär Ban Ki-moon vom Vorfall unterrichtet. Schon am vergangenen Freitag kam es zu Sachschäden auf türkischem Boden aufgrund der Gefechte. „Die Menschen hier haben Angst, weil wir schon zuvor getroffen wurden. Sicherheitskräfte haben versucht, die Menschen zu überzeugen, die Region an der Grenze zu verlassen. Aber diesmal wurden wir mitten in der Stadt getroffen“, so Davutoglu (bislang ist die Mehrheit der Türken gegen eine militärische Intervention in Syrien – mehr hier).

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