Keine Entspannung: Türkei fliegt weiter Angriffe auf Syrien

Auch an diesem Donnerstagmorgen fliegt das türkische Militär weiter Vergeltungsschläge für den Granateneinschlag am vergangenen Mittwoch, bei dem fünf türkische Zivilisten ums Leben kamen. Das wurde aus Sicherheitskreisen bekannt. Die Angst vor einem Krieg mit Syrien wächst.

„Die Artillerie hat gegen drei Uhr heute Morgen das Feuer wieder aufgenommen“, so eine anonyme Quelle gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Ziel, so berichten die internationalen Medien, sei die Region um die Stadt Tel Abjad, die rund zehn Kilometer von der gemeinsamen Grenze entfernt liege. Dort konzentriere man sich auf den Angriff eines Militärstützpunktes.

Erste türkische Soldaten sterben

In der Zwischenzeit soll es nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte erste Verluste auf Seiten des türkischen Militärs gegeben haben. Wie viele Soldaten genau bei den nächtlichen Vergeltungsschlägen bisher gestorben sind, darüber wurden allerdings keine Angaben gemacht.

Wie die türkische Tageszeitung Hürriyet unterdessen berichtet, habe Ankara bereits den UN-Sicherheitsrat angerufen und darum gebeten, die syrische Aggression zu stoppen. Bei den Granateneinschlägen am vergangenen Mittwoch kamen erstmals türkische Zivilisten durch Geschosse jenseits der Grenze ums Leben. Die Attacke sei ganz klar ein Verstoß gegen internationales Recht und ein Angriff auf den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit.

Westerwelle mahnt die Türkei zur Besonnenheit

Zuletzt stand das türkisch-syrische Verhältnis Ende vergangenen Juni kurz vor einer Eskalation, als ein türkischer Militärjet von Syrien abgeschossen wurde und dabei beide Piloten getötet wurden. In diesen Stunden berät das türkische Parlament über einen Gesetzesentwurf, der künftig eine Intervention in Syrien ermöglichen soll. In einem Gespräch mit dem türkischen Außenminister Ahmet Davutoğlu mahnte Bundesaußenminister Guido Westerwelle die Türkei derweil zur Besonnenheit. Das Land solle mit dem Blick für die außerordentlich gefährliche Lage in der ganzen Region zu handeln.

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