Syriens Informationsminister: Granateneinschlag in der Türkei wird untersucht

Der syrische Informationsminister Omran Al-Zoubi hat angekündigt, den Granatenangriff auf das türkische Dorf Akçakale untersuchen zu lassen. Gleichzeitig sprach er den Hinterbliebenen der Opfer sein Beileid aus. Syrische Opfer aufgrund der türkischen Vergeltungsschläge, deren Zahl in unterschiedlichen Berichten zwischen fünf und 18 schwankt, bestätigte er nicht.

Wie Al-Zuabii gegenüber dem staatlichen Fernsehen mitteilte, werde der Vorfall sehr ernst genommen. Gleichzeitig unterstrich er, dass bei solchen Grenzzwischenfällen beide Regierungen vernünftig, rational und verantwortungsvoll handeln sollten. Darüber hinaus solle aber auch die syrische Souveränität von allen Seiten respektiert werden.

Unterdessen gab es nach Verlusten auf türkischer Seite (genaue Angaben dazu gibt es bisher nicht – mehr hier) nun im Zuge der Vergeltungsschläge auch erste syrische Opfer. Nach Angaben der Opposition sollen bisher mindestens fünf syrische Soldaten gefallen sein. Andere Quellen sprechen derzeit bereits von mindestens 18 Toten auf syrischer Seite. Das türkische Militär hatte die Angriffe am frühen Donnerstagmorgen fortgesetzt und sich in der Region um die Stadt Tel Abjad auf einen syrischen Militärstütztpunkt konzentriert.

„Die Türkei hat kein Interesse an einem Krieg mit Syrien“

Von Krieg will Ankara derzeit allerdings nicht sprechen. Derzeit betrachtet man die Sicherheit in der Türkei durch syrische Regierungstruppen bedroht. Gegenüber UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und den Sicherheitsratsvorsitzenden, Guatemalas Botschafter Gert Rosenthal wertete der UN-Botschafter Ertugrul Apakan den Zwischenfall von Mittwoch als „aggressiven Akt Syriens gegen die Türkei“. Gleichzeitig erklärte der ranghohe Berater Ibrahim Kalin jedoch über Twitter: „Die Türkei hat kein Interesse an einem Krieg mit Syrien. Aber die Türkei ist in der Lage, ihre Grenzen zu schützen und wenn nötig zurückzuschlagen.“ Im Augenblick würde man die politischen und diplomatischen Initiativen fortsetzen.

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