„Nein zum Krieg“: Türkisch-syrische Krise löst weltweiten Twitter-Trend aus

Die Ereignisse an der türkisch-syrischen Grenze schlagen sich mittlerweile auch in den Sozialen Medien nieder. Mit dem Twitter-Hashtag „savasahayir“ („Nein zum Krieg“) demonstrieren die User derzeit gegen einen möglichen Krieg zwischen der Türkei und Syrien. Das Appell hat es zeitweise bis ganz nach oben in den weltweiten Trends des Microblogging-Dienstes geschafft.

Bereits in der vergangenen Nacht, so berichtet derzeit die türkische Nachrichtenseite Hürriyet, hätten die Twitter-User damit begonnen, ihrem Unmut und zugleich ihrer Sorge über die rapide ansteigende Kriegsgefahr Luft zu machen. Ihre Nachrichten versahen sie dabei mit dem Hashtag „savasahayir“, was auf Deutsch so viel wie „Nein zum Krieg“ bedeutet.

Schnell, so heißt es weiter, habe sich der Hashtag nicht nur unter den türkischen Twitterern verbreitet und wurde schließlich sogar zum weltweiten Twitter-Trend. User, die auf Türkisch, Englisch und in anderen Sprachen schrieben, würden so ihre Unterstützung für eine friedliche Lösung des Konflikts zwischen den einstigen Verbündeten zum Ausdruck bringen. Selbst renommierte Medien, darunter auch deutsche, versehen ihre Meldungen derzeit mit „savasahayir“. Im Sekundentakt kommen zig neue Tweets dazu (an diesem Abend sind Anti-Kriegs-Proteste in Istanbul geplant – mehr hier).

Aktuell befindet sich der Hashtag allerdings nicht mehr in den weltweiten Top-Trends (Stand 12.53 Uhr MEZ). An Position eins ist er allerdings nach wie vor in den aufgerufenen Trends für Ankara, Istanbul und Izmir präsent.

Merkel: „Besonnenheit ist das Gebot der Stunde“

Die Sorgen der User teilt auch die internationale Spitzenpolitik. Während der russische Außenminister Sergej Lawrow den syrischen Verbündeten eindringlich zu einer Entschuldigung auffordert und an beide Parteien appelliert, direkt miteinander zu sprechen, mahnt, neben Außenminister Guido Westerwelle, nun auch Bundeskanzlerin Angela Merkel beide Parteien zu gut überlegten Handlungen. Im Augenblick würde man voll hinter Ankara stehen und auch Kontakt halten (Syrien will die Angriffe nun untersuchen – mehr hier). Gleichzeitig wies sie aber darauf hin: „Besonnenheit ist das Gebot der Stunde, wofür die Bundesrepublik Deutschland entschieden eintritt.“

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