Fahndungserfolg: Mutmaßliche Mörder von US-Botschafter Stevens festgenommen

Der Antiterroreinheit der türkischen Polizei ist am vergangenen Donnerstag ein Fahndungserfolg gelungen. Zwei nicht näher identifizerte Personen, die mit gefälschten tunesischen Pässen in die Türkei einreisen wollten, wurden als mutmaßliche Mörder des US-Botschafters in Libyen, Christopher Stevens, festgenommen.

Der Zuschlag, so berichtet derzeit die türkische Zeitung Hürriyet, sei auf dem Atatürk Flughafen in Istanbul erfolgt. Die mutmaßlichen Mörder, zwei tunesische Staatsbürger mit gefälschten Dokumenten, seien umgehend in den Stadtteil Fatih zu weiteren Vernehmungen gebracht worden. Sie stehen im Verdacht an dem tödlichen Angriff am 11. September beteiligt gewesen zu sein.

Christopher Stevens und drei seiner Mitarbeiter wurden am 11. September dieses Jahres von mutmaßlichen Extremisten in Benghasi ermordet. Der Vorfall stand am Anfang einer sich schnell ausbreitenden Protestwelle über den anti-islamischen Film „Die Unschuld der Muslime“ (der Zentralrat der Muslime in Deutschland forderte ein Verbot des Streifens – mehr hier), die sich in den darauffolgenden Tagen und Wochen über die gesamte islamische Welt ausbreiteten und zahlreiche weitere Todesopfer forderten (kurz nach den Vorfällen in Benghasi wurde die deutsche Botschaft im Sudan angegriffen – mehr hier).

Mittlerweile geht der US-Geheimdienst, entgegen ersten Einschätzungen, davon aus, dass es sich bei dem Angriff doch um eine gut überlegte und organisierte Terrorattacke mit Verbindungen bzw. Sympathie zum Terrornetzwerk Al Qaida gehandelt hat und nicht um eine spontane Reaktion aufgebrachter Demonstranten.

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