Erdoğan: Syrische Granaten in der Türkei sind keine Unfälle

Syrien hat sich zwar für den Granatenwurf in die türkische Stadt Akçakale entschuldigt, ein Versehen sei das aber nicht gewesen, glaubt der türkische Premier Erdoğan. Zu häufig sei es in der Vergangenheit zu ähnlichen Vorfällen gekommen.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan ist der Ansicht, dass es sich bei den Übergriffen an der türkisch-syrischen Grenze nicht um Versehen handeln könne. Dazu würde das schlichtweg zu häufig vorkommen. „Auch heute ist wieder eine Granate in das Viertel Altınözü in Hatay gefallen“, so Erdoğan in einer Pressekonferenz am Donnerstag. Seit die Unruhen in Syrien ausgebrochen sind, sei es insgesamt sieben Mal zu ähnlichen Vorfällen gekommen.

Dass die Türkei nun erstmals selbst mit Vergeltungsschlägen reagierte, sei nur der letzte Ausweg gewesen. Auch die Entscheidung des Parlaments, einen Syrien-Einsatz zu billigen, sei nicht mit einer Kriegserklärung gleichzusetzen. „Wir könnten niemals einen Krieg beginnen wollen“, sagte Erdoğan.

Bei den türkischen Vergelstungsschlägen am Mittwochabend und am Donnerstag sind Berichten von Human Rights Watch in Syrien zufolge mindestens drei syrische Soldaten getötet worden.

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