Marine Le Pen: „Der Islam gehört nicht zu Frankreich“

Gehört der Islam zu Frankreich? Von Marine Le Pen, Vorsitzende der nationalistischen Front National (FN), gibt es dazu ein klares „Non“. Die französische Polizei verhaftet derweil zwölf mutmaßliche Islamisten.

Die studierte Juristin Marine Le Pen, erklärte, dass der Islam nicht zu Frankreich gehöre. Das geht aus einem Bericht der französischen Tageszeitung „Le Monde“ hervor. All diejenigen Muslime, die Opfer von Islamismus geworden seien, hätten das säkulare System des Landes zu akzeptieren und den Radikalismus zu bekämpfen (im vergangenen März erklärte die Politikerin die Sarkozy-Regierung führe die Türkei an der Nase herum – mehr hier).

Der Präsident des Rats der Vertretung Jüdischer Institutionen (CRIF), Richard Prasquier, sagte derweil, dass er erhebliche Bedenken über den Anstieg eines kriegerischen Islam in Frankreich habe, wie die französische Tageszeitung „Le Figaro“ berichtet. Die jüdische Gemeinde müsse sich dagegen wehren, so Prasquier weiter (zuletzt entfachte Le Pen Diskussionen zu religiös konformem „Helal“-Fleisch – mehr hier).

François Hollande will Juden in Frankreich schützen

In die Straßburger Wohnung von Prasquier war am vergangenen Samstag ein junger Mann eingebrochen und von der Polizei getötet worden. Nach Medienberichten soll der Mann ein muslimischer Konvertit sein. Vor diesem Hintergrund verkündete der französische Präsident François Hollande, dass er alle nötigen Schritte unternehmen werde, um die Sicherheit der Juden im Land zu gewährleisten.

Unterdessen hat die französische Polizei in mehreren Razzien zwölf Verdächtige verhaftet, die in radikal-islamistische Aktivitäten verwickelt sein sollen. Innenminister Valls kündigte bereits weitere Durchsuchungen an.

Weitestgehend unbeachtet blieben im vergangenen Mai die Worte von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die erklärte, dass der Islam zu Deutschland gehöre. Abseits politischer Debatten sagte sie den Kindern an einer Berliner Oberschule: „Die Muslime gehören heute zu unserer Lebenswelt dazu“, wie die Zeit berichtete. Es sei mittlerweile auch eine Tatsache, dass zahlreiche Muslime Deutsche seien. „Deshalb gehört der Islam eben heute dazu“, so Merkel weiter (damit widersprach sie ganz klar ihrem Parteikollegen Volker Kauder – mehr hier).

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