Ban Ki Moon: Eskalation der türkisch-syrischen Gewalt hat schwerwiegende Konsequenzen

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat an diesem Montag davor gewarnt, dass die zunehmende Gewalt an der syrisch-türkischen Grenze sowie die Auswirkungen des Bürgerkriegs in Syrien auf den Libanon extrem gefährlich wären.

„Die Eskalation des Konflikts an der syrisch-türkischen Grenze und die Auswirkungen der Krise auf den Libanon sind extrem gefährlich“, warnte Ban Ki Moon im Zuge seiner Eröffnungsrede des „Ersten Weltforums für Demokratie“ im französischen Straßburg.

Der UN-Generalsekretär fürchtet „schwerwiegende Konsequenzen“, sollte die Lage außer Kontrolle geraten. Mittlerweile, so der UN-Generalsekretär, habe die Situation im türkischen Nachbarland ein „katastrophales Ausmaß“, die eine ernste Gefahr für die Stabilität der Nachbarländer sowie der „gesamten Region“ darstelle (gegenüber den Deutsch Türkischen Nachrichten warnte Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, die Türkei solle keine Alleingänge unternehmen – mehr hier).

Der Winter naht: Ban Ki Moon appelliert an Geberländer

Gleichzeitig forderte Ban Ki Moon von den Geberländern mehr Mittel, um die humanitäre Katastrophe in Syrien zu bewältigen. Der Winter stünde vor der Tür, die Bedürfnisse der Syrer und der mehr als 300.000 Flüchtlinge in den umliegenden Ländern würden steigen (erstmals gab es nun auch Unterstützung der FAO – mehr hier).

Seit dem Granateneinschlag am vergangenen Mittwoch im türkischen Grenzdorf Akcakale mit insgesamt fünf toten Zivilisten kam es bisher jeden Tag zu militärischen Vergeltungsschlägen. Zuletzt feuerte das türkische Militär am vergangenen Sonntagabend zurück. Verletzte, so meldeten die türkischen Medien, habe es diesmal keine gegeben. Am Forum in Straßburg, das bis diesen Donnerstag stattfindet, nehmen Teilnehmer aus gut 100 Ländern teil. Für Deutschland ist Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) anwesend. Organisiert wird die Veranstaltung vom Europarat. Sie steht unter dem Motto: „Die Demokratie auf dem Prüfstand: zwischen alten Modellen und neuen Realitäten.“ Erst am vergangenen Freitag warnte der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan, ein Krieg mit Syrien sei nicht fern (zwar wolle man keinen Krieg, doch wer sich mit der Türkei anlege, begehe einen schweren Fehler – mehr hier).

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