Fenerbahçe: Alex de Souza verabschiedet sich mit letzter Pressekonferenz

Seit vergangener Woche steht es fest. Der langjährige Kapitän löste seinen Vertrag mit Fenerbahçe Istanbul auf. Als Grund dafür wurden Differenzen mit dem Trainer Aykut Kocaman aufgeführt. An diesem Montag verabschiedete sich der 35-jährige Brasilianer mit einer Pressekonferenz, bei der er die Gründe für seine Entscheidung mit der Öffentlichkeit teilte.

326 Spiele absolvierte Alex de Souza für Fenerbahçe seit seinem Beginn 2004. In dieser Zeit traf der Mittelfeldstratege 158 mal für die Blau-Gelben und bereitete 146 Tore vor. Mit dieser Statistik hatte der Brasilianer nicht nur die Anerkennung seiner eigenen Fans erhalten, sondern auch die der Erzrivalen.

Nach so einer langen und erfolgreichen Ära hätte man sich sicherlich ein schöneres Ende gewünscht (die Fans stehen hinter ihm – mehr hier). Doch schon seit Beginn der Amtszeit des Trainers Aykut Kocaman stimmte die Chemie zwischen dem Kapitän und dem Trainer nicht. Mehrmals wurde mit Hilfe des Präsidenten versucht den Konflikt zu dämpfen und intern zu klären. Dennoch kam es immer wieder zu Unstimmigkeiten zwischen beiden Parteien. Sei es durch Twitter Nachrichten von Alex de Souza oder die Kaderentscheidungen des Trainers, es reichte immer ein kleiner Funken um einen Streit hervorzurufen. Als letztendlich auch die Leistung des Vereines immer mehr den Bach runter ging, schaltete sich der Präsident Aziz Yıldırım erneut ein und stellte sich auf die Seite des Trainers. Nach Aussprache mit dem Kapitän der Mannschaft, entschied sich Alex den Verein zu verlassen.

Alex‘ Wunsch: Abschiedsspiel im Stadion von Fenerbahçe

In der heutigen Pressekonferenz erklärte der Brasilianer, dass er schon von Tag eins Probleme mit dem Trainer hatte. In der über zwei Stunden dauernden Pressekonferenz redete Alex de Souza über seine Beweggründe und seine Probleme in den letzten Jahren. Anfangs teilte er gleich mit, dass er in den letzten Tagen so viel geweint habe, wie noch nicht einmal in seiner Kindheit. Sehr trocken und mit einer ernsten Stimme führte Alex seine Worte fort. Von Problemen zum Trainer bis hin zum Präsidenten sprach sich der ehemalige Kapitän offen aus. Als er schließlich fühlte, dass er dem Verein nur noch im Wege steht, hielt er es für angebracht den Verein zu verlassen um ihn den Weg frei zu machen. Mit diesen Worten erklärte Alex seine Entscheidung. Die Pressekonferenz beendete er mit dem letzten Wunsch, hoffentlich sein Abschiedsspiel im Stadion von Fenerbahçe machen zu können. Am Ende applaudierten die anwesenden Journalisten dem Brasilianer zu und verabschiedeten ihn auf diese Weise.

Ende dieser Woche wird Alex de Souza die Türkei verlassen und zurück in seine Heimat fliegen. Erst vor kurzem wurde eine Statue des Spielmachers mit einer Zeremonie vorgestellt die im Stadtteil Kadiköy aufgestellt wurde. Schon bei dieser Vorstellung konnte der 35-Jährige seine Tränen nicht zurückhalten und man merkte dass der Abschied nahte.

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