Nach dem Arabischen Frühling: Erdoğan wünscht sich von der Islamischen Entwicklungsbank mehr Hilfe für notleidende islamische Staaten

Einige muslimische Länder leiden unter Hunger: Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan will das nun ändern und fordert die Islamische Entwicklungsbank auf, mehr Engagement zu zeigen.

Die Islamische Entwicklungsbank solle ihrer Verpflichtung nachkommen und islamischen Staaten helfen, sagte Erdoğan am Mittwochmorgen im Rahmen eines Treffens des Handelsausschusses der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Istanbul. Das berichtet die türkische Tageszeitung „Milliyet“.

„Ich dachte, wir seien Brüder. Ist das die Brüderlichkeit?“, kommentierte Erdoğan die bisherige Leistung der Bank. Einige Mitglieder hätten noch nicht die versprochenen Mittel für notleidende Staaten freigegeben.

Er unterstrich, dass die Armutsbekämpfung in den islamischen Ländern Priorität für die Türkei besitze. Sein Unmut bezog sich unter anderem auch auf die Lage der hungernden Bevölkerung in Somalia (für ihre Hilfe dort erhielt die Türkei bereits großes Lob – mehr hier) und Palästina. Es gehöre nicht zum Prinzip der Türkei, dass Nachbarn hungerten, während man selbst satt sei (auch in Myanmar waren türkische Hilfsorganisationen sofort zur Stelle – mehr hier).

Die Islamische Entwicklungsbank wurde 1975 gegründet. Sie soll die Entwicklung ärmerer Mitglieder der Organisation für Islamische Zusammenarbeit fördern. Derzeit ist der Generalsekretär der Organisation Ekmeleddin İhsanoglu, ein türkischer Chemiker und Wissenschaftshistoriker.

Mehr zum Thema:

Organisation für Islamische Zusammenarbeit: Anti-islamische Hasspredigen müssen ein Ende haben
Entwicklungshilfe: Deutschland zahlt nicht mehr an die Türkei
Kreditvergabe: Die Türkei leiht Ägypten eine Milliarde US-Dollar

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.