Türkischer Energieminister: Syrien hat Stromkauf eingestellt

Inmitten der sich verschärfenden Spannungen zwischen der Türkei, Russland und Syrien, tritt der türkische Energieminister Taner Yıldız mit der jüngsten Entwicklung in den syrisch-türkischen Beziehungen auf den Plan. Das Nachbarland hat seinen Strombezug aus der Türkei gestoppt.

Wie der türkische Energieminister in seiner Erklärung vor der Presse deutlich machte, hat die Einstellung des Stromkaufs allerdings nichts mit der aktuellen Zwangslandung eines syrischen Passagierflugzeugs in Ankara am vergangenen Mittwochabend zu tun (die türkischen Behörden stellten 300 Kilogramm militärisches Gerät sicher, Syrien und Russland dementieren – mehr hier). Taner Yıldız teilt mit: „Syrien hat seine Stromeinkäufe von der Türkei vor einer Woche gestoppt.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass sein Land jederzeit wieder zu Lieferungen bereit wäre, würden diese erneut von Syrien nachgefragt werden.

Die Türkei, so informiert die türkische Zeitung Hürryiet, stellte gut 20 Prozent der syrischen Stromversorgung. Auf welche Alternativen das krisengebeutelte Nachbarland nun ausgewichen ist und warum es den Kauf konkret eingestellt hat, wurde nicht bekannt.

Noch in der vergangenen Woche war von einer Einstellung der Käufe offenbar nicht mal im Ansatz die Rede. Kurz nach dem Granatenbeschuss auf ein türkisches Grenzdorf sicherte Taner Yıldız noch zu, dass die Stromversorgung von Seiten der Türkei nicht eingestellt werde. Das gab er am Rande des Internationalen Energiekongresses EIF in Ankara bekannt. Der Energiesektor, so machte der Minister deutlich, sei nicht in die gelegentlich gespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern verwickelt, die sich auf Grund anderer Themen ergeben würden (über mögliche Sanktionen werde ebenfalls nicht nachgedacht – mehr hier).

Mehr zum Thema:

Nach der Zwangslandung: Streit zwischen Türkei und Russland entbrannt
Türkischer Generalstabschef droht: Nächste Attacke aus Syrien wird schärfer beantwortet
Unruhen an der türkisch-syrischen Grenze: Jetzt steigen auch die Ölpreise kräftig an


Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.