Türkei am Scheideweg: Ohne Innovation kein nachhaltiges Wachstum

Die Türkei hat ambitionierte Ziele: Bis 2023 – zum 100. Jubiläum der Gründung der Republik – will sie in die Riege der zehn wichtigsten Wirtschaftsnationen aufsteigen. Doch hat sie auch das richtige Wirtschaftsmodell dazu? David Edgerly, ein ehemaliger Fondsmanager in der Türkei, liefert die Antwort.

Kann die Türkei das nächste „Level wirtschaftlicher Entwicklung“ erreichen? Wenn es nach David Edgerly geht, muss sich die türkische Wirtschaft zunächst einmal wandeln. Sie müsse über die Grenzen der Fertigung und Erstellung von Designs anderer hinausgehen, meint Edgerly – ein ehemaliger Fondsmanager in der Türkei – in einem Beitrag für die „Financial Times“. Oder besser gesagt: Die Türkei muss aufhören, einfach nur das herszustellen, was andere vorher entwickeln (die Türkei sucht derzeit dringend technologische Investoren – mehr hier).

Hightech und Innovation fehlen

Gleichzeitig lobt Edgerly die makroökonomischen Daten der Türkei, wie etwa den Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens von 3.500 in 2002 auf über 10.000 US-Dollar in 2012. Darüber hinaus begrüßt er den Rückgang der Inflationsrate, die zwischen 1995 bis 2002 bei durchschnittlich 71,6 Prozent lag und 2012 unter zehn Prozent gefallen ist.

Doch an die Erreichung des ambitionierten Ziels der Türkei – zum 100. Jubiläum der Staatsgründung in 2023 – unter den zehn stärksten Wirtschaftsnationen zu sein, glaubt er auf Grund der mangelnden Innovation in der türkischen Wirtschaft nicht (derzeit versucht der türkische Wissenschaftsrat dem entgegen zu steuern und Innovationen voranzutreiben – mehr hier).

Bülent Eczacıbaşı, der Chef der Eczacıbaşı Holding, die unter anderem über 50 Prozent der Anteile am deutschen Hersteller von Keramikware Villeroy & Boch besitzt, sieht das Problem ähnlich. Die Türkei leide darunter, dass ihre Wirtschaft nicht von Hightech und Innovation angetrieben werde.

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