Neue Reisepläne: Wladimir Putin besucht Türkei am 3. Dezember

Nachdem der russische Präsident Wladimier Putin seine für den 14. und 15. Oktober angesetzte Türkei-Visite abgesagt hat, wurde nun ein neuer Termin bekannt gegeben. Wie das Büro des türkischen Premierministers mitteilt, wird Putin nun am 3. Dezember erwartet.

Wie es in der Erklärung des Ministeriums heißt, hätten Präsident Wladimir Putin und Premier Recep Tayyip Erdoğan bereits am vergangenen Montag telefonischen Kontakt gehabt. Auf Putins Wunsch hin sei sein Besuch in der Türkei dann auf den 3. Dezember verlegt worden. Putin wird nun zum Treffen des russisch-türkischen Kooperationsrates in Istanbul erwartet, der im Jahr 2010 ins Leben gerufen wurde.

Verschiebung der Putin-Visite hat nichts mit Krise zu tun

Wie der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu herausstellte, habe die Verschiebung der Putin-Visite nichts mit „irgendeiner Krise“ zu tun, die mit Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Ländern im Hinblick auf den syrischen Konflikt zusammenhängen. Schon am späten Mittwochabend erklärte er: „Die Verschiebung des Besuches des russischen Präsidenten Wladimir Putins in der Türkei hat nichts mit einer Krise zu tun. Der Besuch findet in den kommenden Wochen statt.“

Die Erklärung aus dem Ministerium erfolgt nur einen Tag, nachdem türkische Kampfjets eine aus Moskau kommende syrische Passagiermaschine wegen des Verdachts Waffen und militärische Ausrüstung an Bord zu haben, zur Landung in Ankara gezwungen hatten. Zwei türkische F-16-Kampfflugzeuge fingen den Airbus 320 ab, als dieser in den türkischen Luftraum eindrang und eskortierten ihn bis zum Esenboğa Flughafen.

Türkei, Syrien, Russland: Gerüchteküche brodelt

Die türkischen Behörden beschlagnahmten einen Teil der Ladung und ließen das Flugzeug Stunden später in Richtung Damaskus weiterfliegen. Der Vorfall hat nun Streitigkeiten zwischen der Türkei, Syrien und Russland entbrannt. Moskau wirft der Türkei vor, das Leben der Passagiere gefährdet zu haben. Weiterhin wird behauptet, dass es an Bord gar keine Waffen gegeben habe. Eine Version, die auch die syrische Seite stützt (darüber hinaus brodelt die Gerüchteküche – mehr hier).

Wie unterdessen bekannt wurde, hat der syrische Botschafter in Moskau, Riyad Haddad, an diesem Donnerstag das russische Außenministerium aufgesucht. Worum es bei dem Besuch ging, so die türkische Zeitung Hürriyet, sei weder von Seiten Damaskus‘ noch Moskaus mitgeteilt worden. Derweil erklärte der Pressesprecher der russischen Botschaft in Ankara, Igor Mityakov, dass man nichts über das syrischen Flugzeug wüsste, das am gestrigen Abend in Ankara gelandet sei.

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