Niedersächsischer Integrationspreis 2012: Sozialministerin Aygül Özkan lobt vorbildliche Preisträger

An diesem Dienstag wurde in Hannover der Niedersächsische Integrationspreis 2012 verliehen. Er stand in diesem Jahr unter dem Motto „Integration leben“. Bei der feierlichen Preisübergabe war auch Niedersachsens Sozial- und Integrationsministerin Aygül Özkan anwesend. Sie lobte das Engagement der Preisträger, indem sie erklärte: „Integration ist keine Momentaufnahme. Nur eine gelebte Integration setzt Signale.“

„Wir suchen vorbildlich engagierte Personen oder Institutionen, aber auch Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Migratonsorganisationen, die Migrantinnen und Migranten in ihren jeweiligen Lebensabschnitten – von der Geburt bis ins hohe Alter -begleiten und unterstützen“, hatte Sozialministerin Aygül Özkan bis zum 31. August dieses Jahres eingeladen, sich an der Ausschreibung für den Niedersächsischen Integrationspreis 2012 zu beteiligen. Mit der Auszeichnung wolle man ein Signal setzen. Denn nach wie vor sei es für unsere Gesellschaft wichtig, sich für die Integration von Zugewanderten einzubringen.

An diesem Dienstag, den 16. Oktober 2012, konnten nun die Preisträger des Niedersächsischen Integrationspreis 2012 in Hannover ausgezeichnet werden. „Integration ist keine Momentaufnahme. Nur eine gelebte Integration setzt Signale“, stellte die Ministerin aus diesem Anlass noch einmal heraus (auch ihre eigene Ernennung 2011 wertete sie als ein solches – mehr hier). Wer zugewanderten Menschen in den verschiedensten Lebensphasen bei der Integration helfe, handele ehrenhaft und sei auch ein Vorbild für andere. „Sie tragen dazu bei, dass unsere Gesellschaft weiter zusammenwächst“, so Özkan in Richtung der Ehrengäste.

Integrationspreis in fünf Kategorien vergeben

Bedacht wurden die Kategorien Schwangerschaft/Geburt, frühkindliche Förderung zur Vorbereitung des Besuchs von Kindertagesstätten, Begleitung des Übergangs Kindertagesstätte in die Schule, Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf sowie schließlich der Bereich Alter und Pflege (nach wie vor befinden sich Migranten nicht selten in einer Art teuflischem Dreieck – mehr hier).

Özkan nahm die Auszeichnung der Preisträger in Hannover gemeinsam mit den weiteren Jurymitgliedern Prof. Dr. Ali Müfit Bahadir (Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie der Technischen Universität Braunschweig), Parvin Hemmecke-Otte (Kreisvorsitzende der Landfrauen im Altkreis Braunschweig), Filiz Koç (Modell und Moderatorin), Dr. Prof. Dr. Paul Mecheril (Institut für Pädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), Dr. Volker Müller (Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen e.V.), Michael Zissis Vassiliadis (Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) und Peter Voss (Vorsitzender der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen) vor.

Preisgeld über je 4500 Euro an Personen und Institutionen

Ein Preisgeld von jeweils 4500 Euro ging an die Initiative Zack e.V. c/o Concierge aus Hildesheim (Schwangerschaft/Geburt), Claudia Plehwe-Rühling und Kathrin Rösel für das Projekt „Familienkreis“ der Samtgemeinde Meinersen (frühkindliche Förderung zur Vorbereitung des Besuchs von Kindertagesstätten), an Dr. Dunja Sabra, Greta Koch, Tamara Baryschew, Erika Stüben-Kaiser und Salwa Abda im Namen der Stadtteilmütter der Städtischen Kindertagesstätte Rotkäppchenweg in Buxtehude (Begleitung des Übergangs Kindertagesstätte in die Schule), an Andrea Menge aus Schwanewede (Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf) sowie Nicole Tietgens aus Cuxhaven (Alter und Pflege). Ein mit 2500 Euro dotierter Sonderpreis ging an Anneliese Leffler aus Müden (Aller).

Ausgesucht wurden die Damen und Herren wegen ihrer Idee und Umsetzung eines Schwangerentreff für Mütter (mit Migrationshintergrund) oder auf Grund ihrer geleisteten Förderung von Kindern ohne ausreichende deutsche Sprachkenntnisse im letzten Kindergartenjahr. Aber auch wegen der Etablierung einer Elterngruppe, in der vorrangig Erziehende mit Migrationshintergrund im Fokus stehen. Andere taten sich als Einzelpersonen hervor und ermöglichten etwa als selbstständige Steuerberaterin Menschen mit Migrationshintergrund Praktika und Ausbildungen zum Beruf der Steuerfachgehilfin und des Steuerfachgehilfen oder beraten, begleiten und betreuen ältere Menschen mit Migrationshintergrund zielgruppengerecht in ihrem Alltag. Zu guter Letzt wird Hilfe zur Selbsthilfe, hauptsächlich für Migrantinnen und Migranten aus dem Kosovo geleistet.

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