Kompromiss: Alle drei EU-Präsidenten nehmen Friedensnobelpreis entgegen

Barroso, Van Rompuy und Schulz wollen gemeinsam den Friedensnobelpreis entgegennehmen, bestätigte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Wer aber die Rede hält, sei jedoch noch nicht geklärt. Dies sei aber auch nicht wichtig.

Nachdem die EU in diesem Jahr überraschend den Friedensnobelpreis erhalten hat, stellte sich recht schnell die Frage, wer denn den entsprechenden Preis in Oslo überhaupt entgegen nehmen sollte – schließlich sind die EU-Strukturen so durchwachsen, dass viele in Frage kommen könnten (hier). Doch nun ist die Frage geklärt bzw. wohl eher ein Kompromiss gefunden worden.

EU-Kommissionspräsident Barroso, EU-Ratspräsident Van Rompuy und EU-Parlamentspräsident Schulz werden den Preis am 10. Dezember gemeinsam entgegennehmen, sagte Martin Schulz in Paris. Wie die AFP berichtet, hatten sich Barroso, Van Rompuy und Schulz einzig für die Klärung dieses Sachverhalts am Dienstagabend in Brüssel getroffen. EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström hatte der AFP zufolge vorgeschlagen, 27 Kinder sollten stellvertretend für die Mitgliedsstaaten den Preis entgegennehmen. Das scheint aber für die drei Präsidenten keine Option gewesen zu sein.

Wer schlussendlich nun jedoch die Rede bei der Entgegennahme des Preises halten wird, ist noch offen, so Schulz. „Für mich ist es auch nicht sehr wichtig, wer redet. Das Symbol ist, dass die drei Institutionen da sind.” Es werde eine „würdige und gerechte Lösung“ geben, sagte Schulz, wenngleich es angeblich keine „Debatte und keine Kontroverse“ diesbezüglich gegeben hat – vielleicht werden ja auch alle drei die Rede halten, jeder abwechselnd einen Satz – die Dreieinigkeit der EU.

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