WFP erhört Ruf aus der Türkei: UN hilft bei der Versorgung syrischer Flüchtlinge

Die UN unterstützt die Türkei bei der Nahrungsmittelversorgung syrischer Flüchtlinge. Für die gerechte Verteilung werden die Flüchtlinge mit Kreditkarten ausgestattet, mit der sie einkaufen können. Angesichts wachsender Flüchtlingszahlen braucht die Türkei dringend Unterstützung von der internationalen Gemeinschaft.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) und die türkische Roter Halbmond Organisation schlossen am Wochenende ein Abkommen zur Unterstützung der Versorgung syrischer Flüchtlinge ab. Demnach soll in den südtürkischen Flüchtlingslagern, zunächst in Kilis, später auch in den vier Flüchtlingslagern von Hatay, ein Lebensmittel e –Card Programm gestartet werden. Umgerechnet 35 Euro werden pro Person auf die Karte geladen, mit der Grundnahrungsmittel in Supermärkten innerhalb der Camps eingekauft werden können.

Bereits 13.000 dieser Karten seien verteilt worden. Bis zum Ende des Jahres sollen weitere 40.000 bis 50.000 Karten in Umlauf gebracht werden. Für das kommende Jahr seien weitere 100.000 bereits eingeplant, sagt Daly Belgasmi, Regionaldirektor des WFP in einem Interview mit Hürriyet. „Bis Samstag bezahlte das Ministerium für Katastrophen und Notfälle (AFAD) Lebens- und Hygieneartikel und sonstiges (in Camp Kilis). Wir übernehmen jetzt Lebensmittel, aber AFAD wird weiterhin für Nichtlebensmittel aufkommen“, so Belgasmi. WFP unterstützt die Türkei bis zum Ende des Jahres.

Die Zahl der Flüchtlinge hat bereits 100.000 erreicht. Die Mittel der WFP in Höhe von 5,5 Millionen US-Dollar decken den Bedarf von 40.000 Menschen bis zum Ende des Jahres. Um 100.000 Menschen bis Juni nächsten Jahres zu versorgen, benötigt die Organisation zusätzliche 27 Millionen US-Dollar. Die türkische Regierung hat für die Versorgung der Flüchtlinge bisher  über 222 Millionen US-Dollar aufgebracht, informiert der türkische Finanzminister Mehmet Şimşek in einem Interview von NTV.

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