Krise in Syrien: Deutschland will weiterhin keine Flüchtlinge aufnehmen

Der deutsche Bundesinnenminister betonte an diesem Donnerstag die Weigerung der Bundesrepublik syrische Flüchtlinge aufzunehmen. Das Technische Hilfswerk arbeitet derweil vor Ort in den Flüchtlingslagern der umliegenden Anrainerstaaten Syriens.

„Eine Aufnahme von Flüchtlingen aus der Krisenregion sei (…), außer bei humanitären Einzelfällen, nicht vorgesehen“, so, Hans-Peter Friedich. Damit bezieht der deutsche Bundesinnenminister deutliche Position, wie weit deutsche Unterstützung in der türkisch-syrischen Flüchtlingskrise geht. Sowohl der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu als auch EU-Minister Egemen Bağış forderten die EU zuvor inständig dazu auf, Flüchtlinge aufzunehmen (mehr hier).

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich traf an diesem Dienstag den Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Antonió Guterres, zu bilateralen Gesprächen im Innenministerium. Beide unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung des UNHCR und des Technischen Hilfswerks (THW). Mit den Unterschriften sind die Fachleute des THW in Lage, schneller vor Ort zu sein und mit THW-Unterstützungsmodulen beispielsweise  Basisausstattungen von Flüchtlingslagern zu errichten. Guterres lobte die Zusammenarbeit des THW mit dem UNHCR, deren Eindrücke er während eines Aufenthalts im jordanischen Flüchtlingslager Al- Za’atari sammeln konnte (auch Jordanien hat vor Kurzem nach internationaler Hilfe gerufen – mehr hier).

Auch der türkische Botschafter in Berlin, Hüseyin Avni Karslıoğlu, forderte erst vor kurzem im Gespräch mit den Deutsch Türkischen Nachrichten mehr Engagement von Deutschland in der Syrienfrage. Die bisher geringe Hilfe, die Deutschland leiste, sei „lächerlich“. Der Westen könne die Türkei und Jordanien nicht mir dem Flüchlingsstrom allein lassen. „Der Westen muss Unterstützung leisten“, so Karslıoğlu. „Diesen Strom von Menschen können die Türkei und auch Jordanien nicht allein bewältigen.“ (die Versorgung sei ganz klar eine Frage der Finanzen – mehr hier)

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