Erdoğan will Geheimdienst zu PKK-Führer Öcalan schicken

Um eine Lösung der Kurdenfrage zu finden, würde Erdoğan den Geheimdienst beauftragen, Gespräche mit PKK-Führer Öcalan zu führen. Dies solle jedoch nicht als Unterstützung des Terrorismus gesehen werden, erklärte der türkische Premier.

Der türkische Geheimdienst (MİT) könne auf Imrali Gespräche mit dem inhaftierten PKK-Führer Abdullah Öcalan führen, sagte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan. Das berichtet der türkische Nachrichtensender „NTV“.

Der Geheimdienst könne alles tun, zu jederzeit. „Zum Beispiel, wenn es notwendig ist, morgen nach Imrali zu gehen, würde ich dem Staatsekretär des Geheimdienstes sagen: Tu was, getan werden muss“, sagte Erdoğan. Darüber hinaus solle dieser Schritt nicht als Akt der Unterstützung des Terrorismus gesehen, sondern als Lösung des Problems gewertet werden, erklärte Erdoğan weiter (erst kürzlich signalisierte der Premier grundsätzliche Gesprächsbereitschaft mit der Terrororganisation – mehr hier).

Der Regierung wird bereits seit 2007 vorgeworfen, geheime Treffen mit PKK-Führer Öcalan zu führen. Erdoğan hatte stets solche Anschuldigungen dementiert. Vergangene Woche entbrannte eine hitzige Debatte über dieses Thema, als das türkische Parlament den Auslandseinsatz gegen die PKK im Nordirak bewilligte. So kritisierte beispielsweise der Vorsitzende der nationalistischen MHP, dass die Regierung gewählt worden sei, um gegen terroristische Organisationen zu kämpfen und nicht, um mit ihnen zu verhandeln (mehr zum Thema Auslandseinsatz im Nordirak hier).

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