Massive Ausschreitungen bei Protesten in Athen

Mehr als 80.000 Menschen waren bis zum Donnerstagabend auf den Straßen Athens unterwegs. Es kam zu zahlreichen Zusammenstößen mit der Polizei. Ein Mensch erlitt einen Herzinfarkt und starb. Rund 100 Demonstranten sollen festgenommen worden sein.

Bereits in den frühen Morgenstunden des vergangenen Donnerstags protestierten Zehntausende Griechen gegen die Sparpolitik. Sie richteten sich damit nicht nur gegen die eigene Regierung, sondern auch gegen den Kurs der EU-Regierungen. Am Abend waren über 80.000 Menschen unterwegs.

Wie schon bei vorangegangen Protesten kam es zu handfesten Auseinandersetzungen zwischen den Demonstranten und der Polizei. Molotow-Cocktail und Steine wurden auf die Polizisten geworfen, die wiederum mit Tränengas, Nebelgranaten und Knüppeln reagierten. Ein 65-Jähriger Grieche, Xenofon Lougaris, erlitt während der Proteste einen Herzinfarkt und verstarb. Seit mehr als sechs Jahren war dieser arbeitslos, so keeptalkinggreece.com. Gut 100 Demonstranten wurden festgenommen.

In Brüssel scheint man versucht, die Vorgänge in Griechenland außen vor zu lassen und herunter zu spielen. Mark Rutte, der niederländische Ministerpräsident, geht davon aus, dass Griechenland gar kein Thema sein werde (hier). Die Griechen sehen das anders. „Die Zeit ist gekommen, diese Politik zu stoppen“, steht auf etlichen Plakaten. „Die politische Führung sollte dies nicht unterschätzen“, warnte die Gewerkschaftlerin Tania Karayiannis.

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