Zeugenaussage: Anschlag auf Ministerpräsident Erdoğan geplant

Ein Anschlag auf den Ministerpräsidenten Erdoğan sei zwischen 2004 und 2005 geplant worden. Das erklärte nun ein anonymer Zeuge im laufenden Ergenekon-Prozess. Zudem belastete er die Hauptangeklagten mit dem Vorwurf des Rauschgifthandels.

Ein anonymer Zeuge erklärte, dass ein Anschlag auf Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan zwischen 2004 und 2005 geplant wurde. Das berichtet die türkische Tageszeitung „Milliyet“.

Der Zeuge mit dem Decknamen „Selcuk“ berichtete in seiner Erklärung in der 248. Sitzung im Ergenekon-Prozess, dass die Angeklagten Arif Doğan, Veli Küçük, Levent Ersöz und Muzaffer Tekin an dem Plan Erdoğan mit C4-Sprengstoff zu töten, beteiligt waren.

Zudem sagte er aus, dass ein Militärangehöriger einen Mitarbeiter einer Autowaschanlage in der Nähe von Erdoğans Anwesen anwerben wollte. Doch dieser habe sich nicht dazu bereit erklärt.

Außerdem soll der Zeuge nach eigenen Angaben von 1991 bis 1999 als Geheimdienstmitarbeiter in der Gendarmerie tätig gewesen sei. In dieser Zeit hätten auch Ersöz und Küçük Beziehungen zum russischen  Militärgeheimdienst gehabt. „Sie haben narkotische Substanzen ins Ausland geschickt und behaupten sie seien Patrioten“, sagte der Zeuge und belastete damit die Angeklagten mit einem weiteren mutmaßlichen Straftatbestand.

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