Cola-Chef Kent: „Türkischer Staatshaushalt ist zu beneiden“

Die Türkei sei zu einer Marke geworden, meint Muhtar Kent, CEO von Coca Cola. Das führt er vor allem auf die zu beneidende Wirtschaftslage zurück. Doch um diese zu erreichen, geht die Türkei derzeit einen umstrittenen Weg.

Der Coca Cola Chef Muhtar Kent ist einer der größten Verfechter einer starken weltweiten türkischen Lobby. Derzeit stärker als je zuvor. Denn im Moment sei die Türkei in einer so starken wirtschaftlichen Position, sodass sie international viel mehr Beachtung finden könne.

„Diese ganzen Veranstaltungen und Netzwerke organisieren wir, um an unser Hauptziel zu kommen“, so Muhtar Kent auf dem US-Treffen des Weltrats türkischer Geschäftsleute (DTIK) in New York. In diesem Zusammenhang sei es wichtig, das Image der Türkei im Ausland zu pflegen. „Wir müssen uns fragen, ob die Türkei zu einer Marke geworden ist. Ja, sie wird als Marke sogar immer stärker. Die türkische Realität ist allen bewusst“, erklärte Kent. Der „türkische Staatshaushalt ist zu beneiden“, meint er. In Wirtschaftsfragen seien vor allem die 90er „verlorene Jahre“ gewesen. Jetzt sei der Staatshaushalt stabilisiert und von den Staatsschulden der Türkei könnten andere Länder nur träumen. Die Staatsschulden liegen derzeit bei 36 Prozent des BIP. Zum Vergleich: In Deutschland liegt dieser Wert bei 83 Prozent.

Doch um den Staatshaushalt zu stabilisieren geht die Türkei derzeit einen umstrittenen Weg. Steuern auf Tabak, Alkohol und vor allem Kraftsoff wurden so stark angehoben, dass die Türkei bei den Spritpreisen sogar weltweit führt (mehr hier) – alles, um das Haushaltsloch zu stopfen. Die Eurokrise erreicht auch die Türkei und das Defizitziel für 2012 wird verfehlt (mehr hier).

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.