Der Wind bleibt eisig: Türkei lehnt Annäherungsversuch von Israel ab

Israel geht zumindest rhetorisch auf die Türkei zu und will bessere Beziehungen. Doch die Türkei winkt ab: Sie erwartet eindeutige Schritte von Israel und nicht nur Worte.

„Es gibt keine Veränderung der türkischen Haltung gegenüber Israel“, sagte der türkische Regierungssprecher Selçuk Ünal am Montagmittag in Ankara. Lieber müssten israelische Führungskräfte die erwarteten Schritte unternehmen, um die Beziehungen zu normalisieren, anstatt Meldungen über die Presse zu verbreiten“, erklärte Ünal weiter. Damit reagierte er auf die Aussagen von Pinhas Avivi, Berater des israelischen Außenministeriums und ehemaliger Botschafter in Ankara.

Dieser hatte vorgeschlagen, dass beide Länder miteinander verhandeln, um gegenseitig ihre Probleme zu lösen. Das berichtete die türkische Tageszeitung „Hürriyet“.

„Wir haben beide einige Fehler gemacht, aber die eskalierte Krise zwischen Israel und der Türkei war künstlich. Wir können an einem Tisch sitzen und unsere Probleme lösen“, sagte Avni.

Seit dem Großangriff der israelischen Armee auf Gaza von 2008 verschlechterten sich die türkisch-israelischen Beziehungen. Einen weiteren Tiefpunkt erreichte das Verhältnis, als 2010 israelische Soldaten das Hilfsschiff „Mavi Marmara“ enterten und acht türkische Aktivisten und einen US-Bürger mit türkischem Hintergrund töteten.

Mehr zum Thema:

Zypern im Clinch mit der Türkei: Kampf um Erdöl- und Erdgasvorräte
Mavi Marmara: Opferfamilien verklagen Israel auf Entschädigung
CIA-Chef Petraeus in der Türkei: Will er die türkisch-israelischen Beziehungen verbessern?

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.