Das erste Mal: Gauck zu Besuch in Berliner Moschee

Bundespräsident Joachim Gauck ließ sich am Dienstag die Sehitlik-Moschee in Berlin zeigen. Dies bot ihm eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich zum Islam in Deutschland zu bekennen. Doch auch diesmal sprach er die Worte nicht aus, die seinem Vorgänger Christian Wulff genauso viel Lob wie Kritik einbrachten.

Dem berühmten Satz seines Amtsvorgängers Christian Wulff „der Islam gehört zu Deutschland“ schloss sich Gauck in der Moschee allerdings nicht an. Er verwies vielmehr darauf, dass das Nebeneinander und Miteinander nicht immer einfach sei, egal, ob es um religiöse, kulturelle oder soziale Unterschiede ginge. „Wir wären schlecht beraten, wenn wir aus Ignoranz oder falsch verstandener Korrektheit die Augen vor Problemen verschließen würden“, sagte Gauck weiter. Genauso schlicht seien aber auch Vorurteile und Ressentiments, fügte er hinzu.

In der Sehitlik-Moschee traf er auf den Gemeindevorstand Ender Cetin und ließ sich das Gotteshaus zeigen. „Das ist das größte Geschenk, das Sie den Muslimen in Berlin und Deutschland machen können“, sagte Cetin. Das berichtete die „Berliner Morgenpost“. Für viele Migranten ist der bloße Besuch der Moschee nicht ausreichend. Stattdessen wünschen sich viele von ihnen eine Wortwahl, die sie in das Leben in Deutschland miteinbezieht.

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