Türkische Grenzsicherung nach US-amerikanischem Vorbild: Armee will auf Zeppeline setzen

Was an der Grenze zwischen den USA und Mexiko funktioniert, sollte auch an den südlichen Grenzen der Türkei praktikabel sein. Das Land sucht derzeit nach neuen Möglichkeiten und Gerätschaften, wie sie das betreffende Gebiet effektiv sichern kann, nachdem es derzeit offenbar zu einer Häufung von illegalen Grenzübertritten durch Anhänger der Terrororganisation PKK kommt.

Entlang der US-amerikanischen Grenze und in Afghanistan leisten speziell ausgestattete Zeppeline dem US-Militär hilfreiche Dienste. Diese, so schreibt die türkische Tageszeitung Hürriyet, möchten jetzt auch türkischen Streitkräfte (TSK) für sich beanspruchen.

Derartige Fluggeräte, die zur Observation eines bestimmten Gebietes eingesetzt werden, würden, so heißt es weiter, von mehreren bekannten amerikanischen und israelischen Rüstungsunternehmen hergestellt. Durch das Anbringen von Radar- und anderen optischen Systemen, die wiederum vom türkischen Hersteller Aselsan kommen, würden die Zeppeline entsprechend modifiziert werden. Die geschätzten Kosten für die Überwachungs-Zeppeline sollen sich auf gut 600 Millionen Dollar belaufen (erst am Dienstag trafen Granaten aus Syrien ein Gesundheitszentrum in Hatay – mehr hier).

Für Aufsehen sorgte erst Anfang August der Jungfernflug des Long Endurance Multi-Intelligence Vehicle (LEMV) mit einer Testflugcrew in Lakehurst. Das unbemannte Hybridluftschiff, das von der amerikanischen Firma Northrop Grumman für die United States Army entwickelt wurde, soll nach seiner Erprobungsphase mit Kommunikations-, Aufklärungs- und Überwachungssystemen ausgestattet werden. Auf so genannten Langfristmissionen soll das Fluggerät Überwachungsaufgaben in Kriegsgebieten für die Bodentruppen durchführen.

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