Zwangslandung war richtig: Außenminister Davutoğlu verteidigt Vorgehen mit syrischen Airbus

Die Türkei habe nach wie vor keinen Zweifel daran, dass das an Bord des am 10. Oktober in Ankara zwangsgelandeten syrischen Passagierflugzeugs beschlagnahmte Material illegal gewesen sei. Das stellte der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu nun noch einmal heraus. Um was es sich aber genau handelt, darüber schweigt sich die Türkei weiterhin aus. Den Forderungen seines russischen Amtskollegen weicht er aus.

In einem Interview mit Bugün TV am vergangenen Dienstagabend lässt der türkische Außenminister Davutoğlu keinen Zweifel daran, dass sich die türkische Regierung nicht täuschen lassen will. Gen Russland gewandt erklärte der Politiker: „Ihr verfrachtet militärisches Material in ein Zivilflugzeug, verletzt damit das internationale Recht, weil ihr geglaubt habt, wir kaufen es euch einfach ab und werden es nicht sehen.“ Das berichtet die türkische Hürriyet.

Russland besteht auf offizielle Erklärung der Türkei

Da das Interview jedoch nicht live gewesen wäre, könnten die Aussagen Davutoğlus allerdings nicht als direkte Reaktion auf die jüngsten Außerungen des russischen Amtskollegen Sergej Lawrow gewertet werden, so das Blatt weiter. Denn noch einmal erneuerte Lawrow in dieser Woche seine Forderung in Richtung Türkei, dass man weiterhin eine offizielle Erklärung für das Vorgehen vor genau zwei Wochen wolle. Diese solle ein Eingeständnis seitens der Türkei enthalten, dass sich der Verdacht auf einen Waffentransport nicht bestätigt hätte. Öffentlich, so der Minister in einem Gespräch mit der „Rossijskaja Gaseta“, solle man bekennen, dass es an Bord des Airbuses weder Waffen noch Munition gegeben habe (Befürchtungen, der Vorfall könnte das Verhältnis zwischen Moskau und Ankara belasten, bestätigten sich bisher nicht – mehr hier).

In Bezug auf das beschlagnahmte Material machte Davutoğlu noch einmal – wenn auch diplomatisch – deutlich, dass man in dieser Hinsicht allerdings tun werde, was das internationale Recht verlange. „Wir werden das richtige tun. Wir werden die Anforderungen erfüllen und dann werden wir das unseren Freunden erklären.“ (Lawrow hatte von Anfang an darauf bestanden, dass die an Bord befindliche Fracht legal gewesen sei – mehr hier)

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