Entführung in Nigeria: Türke mit Waffengewalt verschleppt

Ein Türke ist im Süden Nigerias von einer bewaffneten Gruppe entführt worden. Derzeit fehlt von dem Mitarbeiter einer nigerianischen Firma jede Spur.

Bekannt geworden war die gewaltsame Entführung durch den Beitrag einer lokalen Tageszeitung. Darin, so schreibt aktuell die türkische Zaman, wurde berichtet, dass Baran Karakuş im Regierungsareal Opobo-Nkoro des Bundesstaates Rivers State einer bewaffneten Truppe in die Hände gefallen sei.

Nach Angaben der Zeitung soll Karakuş Supervisor einer nigerianischen Firma sein. „Karakuş war am Dienstagmorgen mit einem Hilux-Fahrzeug des Unternehmens unterwegs, als bewaffnete Männer in einem Mercedes Benz 190 ihm den Weg versperrten. Sie gaben einige Warnschüsse in die Luft ab und zwangen ihn mit an einen unbekannten Ort zu gehen“, so die nigerianische Zeitung.

Die Polizei in Rivers State hat den Vorfall mittlerweile bestätigt. Entsprechende Ermittlungen seien bereits in vollem Gange. Fieberhaft versuche man, den Mann freizubekommen (im Sommer war es auch zu zwei Entführungen türkischer Staatsbürger im Libanon gekommen. Darauf hin gab die türkische Regierung eine Reisewarnung heraus – mehr hier).

Erst im Juni dieses Jahres geriet der Fall eines deutschen Ingenieures in die Schlagzeilen, der im Januar entführt und dann bei einer Befreiungsaktion durch die Armee in der nordnigerianischen Stadt Kano von seinen Entführern erschossen worden war. Zuvor waren im März 2012 bereits ein Brite und ein Italiener bei einer Befreiungsaktion getötet worden. Wie das Auswärtige Amt derzeit informiert, bestehe Aufgrund fortgesetzter terroristischer Anschläge ein erhöhtes Sicherheitsrisiko in den nördlichen Landesteilen Nigerias. Das Risiko von Entführungen sei hingegen in ganz Nigeria gegeben.

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