Krisengespräch zu Syrien: Türkischer Premier Erdoğan trifft Kanzlerin Merkel

Anlässlich der feierlichen Eröffnung des neuen Gebäudes der türkischen Botschaft wird Recep Tayyip Erdoğan am Dienstag zu einem zweitägigen Besuch nach Berlin kommen. Auf dem Programm steht auch ein Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel, in dem über den Syrien-Konflikt gesprochen werden soll. Unterdessen kündigt die Alevitische Gemeinde Deutschland eine große Protestkundgebung gegen Erdoğan an.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan kommt nächste Woche Dienstag zu einem offiziellen Besuch nach Berlin. Er wird gemeinsam mit Außeminister Ahmet Davutoğlu und Guido Westerwelle an den Feierlichkeiten zur Eröffnung des neuen Gebäudes der türkischen Botschaft in Berlin teilnehmen.

Bundeskanzlerin Merkel nutzt diese Gelegenheit, um sich am Mittwoch mit Erdoğan zu treffen. Wie Regierungssprecher Stefan Seibert verlauten ließ, sollen beide Länder über die bilateralen Beziehungen, die internationale Politik und den Syrien-Konflikt sprechen.

Unterdessen bietet der Besuch von Erdoğan auch Anlass zu Protesten. Die  Sprecherin für internationale Beziehungen der Fraktion Die Linke, Sevim Dağdelen, will sich in einer Pressekonferenz am Dienstag kritischen Fragen der türkischen Politik widmen, darunter dem Gerichtsverfahren gegen den Starpianisten Fazil Say (dazu mehr – hier). Darüber hinaus ist eine Protestkundgebung von bis zu 10.000 Menschen am Mittwoch in Berlin geplant. Zur Kundgebung haben zahlreiche deutsche Organisationen von türkeistämmigen Migranten aufgerufen, wie die Alevitische Gemeinde Deutschland e.V. in einer Pressemitteilung erklärt. Sie wollen unter anderem die Anerkennung der Forderungen der 700 hungerstreikenden Gefangenen (mehr zur Lage der Gefangenen – hier) und gleiche Rechte für religiöse und ethnische Minderheiten in der Türkei.

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