Schrecken zum Eid al-Adha: Selbstmordattentäter in Afghanistan reißt 40 Menschen in den Tod

An diesem Freitag ist es im eigentlich rechtlich friedlich geltenden Norden Afghanistans zu einer Bluttat gekommen. Ein Selbstmordattentäter hat mindestens 40 Menschen in einer Moschee getötet, als diese sich zum Gebet anlässlich von Eid al-Adha versammelt hatten.

Der Anschlag, so schreibt die türkische Zaman, habe sich in Maimana, die Hauptstadt der Provinz Faryab, zugetragen. Zu den mindestens 40 Toten kämen laut dem hiesigen Polizeichef, General Abdul Khaliq Aqsai, demnach ebenso viele verletzte Moscheebesucher hinzu. Er vermutet, dass die Taliban hinter der Attacke stecken. Ein Talibansprecher ließ jedoch auf der anderen Seite verlauten, dass man derzeit selbst untersuche, wer dahinter stecke (derzeit plant die Türkei den Bau eines millionenschweren Krankenhauses – mehr hier).

„Der Selbstmordattentäter zündete die Bombe als sich unsere Landsleute gegenseitig zum Opferfest beglückwünschten“, schildert Lal Mohammad Ahmadzai, Sprecher der Polizei im afghanischen Norden. Fast die Hälfte der Getöteten, so fügt er hinzu, sollen Polizisten gewesen sein. Derzeit wird gemutmaßt, dass Aqsai selbst Ziel des Angriffs gewesen sein sollte. Denn, so Ahmadzai weiter, sobald der Polizeichef in sein Auto gestiegen war, zündete der Täter die Bombe (der Einsatz der Türkei im Land wurde im Zuge eines verheerenden Hubschrauber-Absturzes in Kabul im März dieses Jahres in Frage gestellt – mehr hier).

Die sich darauf hin bietende Szenerie glich nach Beschreibungen des türkischen Mediums einem Horrorfilm. Allein vor der Moschee sollen an die 20 Tote gelegen haben. Rauch sei aus der Moschee aufgestiegen. Der Angriff gegen neun Uhr morgens Ortszeit, so heißt es weiter, sei kurz vor dem erneuten Aufruf von Präsident Hamid Karzai in Richtung Taliban erfolgt, sich künftig an der Regierung zu beteiligen. In seiner Rede anlässlich des Opferfestes hatte er in Kabul betont, dass die Taliban die gleichen Rechte wie alle Afghanen und Muslime hätten und in der Regierung willkommen seien, wenn sie denn wollten. In einer späteren Erklärung verurteilte Karzai die Tat in Maimana.

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