Global Gender Gap: Türkei belegt nur Rang 129

Der Global Gender Gap 2012 zeigt, dass es in der Türkei weiterhin schlecht um die Gleichstellung der Geschlechter steht. Aus dem Bericht geht hervor, dass sich so gut wie gar nichts in diesem Bereich tut. Frauen sind weiterhin auf bestimmte Berufe konzentriert, in anderen wiederum sind sie fast gar nicht vertreten, da bestätigt auch das Türkische Statistikamt.

Gleich zwei Studien zeigen, dass in der Türkei noch lange keine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau herrscht. Im aktuellen Global Gender Gap Index gehört die Türkei mit Rang 124 von 135 Ländern zu den Schlusslichtern in Fragen der Gleichstellung. Das Türkische Statistikamt legte dem Parlament ebenfalls einen Bericht vor, in dem es eine ungleiche Verteilung der Geschlechter in der Berufswelt bestätigt.

Der Global Gender Report des Weltwirtschaftsforums bewertet die Gleichstellung der Geschlechter in Bezug auf Wirtschaft, Bildung, Politik und Gesundheit (zum Bericht geht es hier). In diesen Punkten steht es um die Gleichstellung in der Türkei im Vergleich nur besser als in Oman, Ägypten, dem Iran, Mali, Larokko, Der Elfenbeinküste, Saudi-Arabien, Syrien, die Republik Tschad, Pakistan und dem Jemen. Besonder enttäuschen ist die Tatsache, dass sich offenbar seit Jahren nichts in diesem Bereich tut. Die Türkei zeigt keine positive Entwicklung. Auch in den Jahren zuvor lag das Land auf den hinteren Plätzen. Am besten steht es um die Gleichstellung der Geschlechter in Island, Finnland, Norwegen und Schweden.

Wie das Türkische Statstikamt in seinem Bericht zeigt, ist der Frauenanteil im Bildungsbereich in den niedrigeren Klassenstufen extrem hoch, im Gegensatz zu den höheren Stufen. Während in der Vorschule noch 99 Prozent und in der Grundschule 52,9 Prozent der Pädagogen Frauen sind, beträgt dieser Anteil in der weiterführenden Schule 42,5. An der Universität ist die Anzahl der Professorinnen dagegen nur bei 40,9 Prozent. Der Anteil der Rektorinnen betrug 2011 4,9 Prozent, wobei dieser Anteil an den privaten Universitäten mit 6,8 Prozent ein wenig höher liegt. Das Parlament wolle nun auch in der Bildung für eine bessere Verteilung sorgen.

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