Bye bye Southampton: Ford verlegt Produktion in die Türkei

Ford verlagert eine britische Automobilfabrik in die Türkei. Wie auch andere Autounternehmen reagiert der US-Konzern damit auf die Stagnation auf dem europäischen Automobilmarkt.

Ford schließt die Fabrikationsstätten von Vans in Southhampton und Dagenham Mitte des Jahres 2013 und verlagert die Produktion in die Türkei. Hier hat der amerikanische Automobilhersteller ein Joint Venture namens Otosan mit dem türkischen Mischkonzern Koç in Gölcük bei Istanbul.

Renault und Honda haben bereits verlagert

Auch Renault hat bereits die Produktion seines Klio in die Türkei verlagert (Für den ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy war es einst völlig inakzeptabel, dass der neue Clio 4 ausschließlich in Bursa produziert wird – mehr hier) und auch Honda baut seine Motorräder jetzt in der Türkei (es sollen erschwingliche Motorräder sein, die eine breite Kundenbasis in der Türkei ansprechen – mehr hier). Ford reagiert zum zweiten Mal mit Stellenabbau und Werksschließungen auf die Verluste von inzwischen drei Milliarden US-Dollar innerhalb von zwei Jahren.

Ford will jährlich bis zu 500 Millionen US-Dollar einsparen

Ford streicht in Europa insgesamt 6,200 Stellen und damit 18 Prozent seiner Produktionskapazitäten, um damit jährlich 450 bis 500 Millionen US-Dollar einzusparen. Gegenwärtig beschäftigt der Autohersteller 11,400 Angestellte in Großbritannien. Das Königreich soll weiterhin Zentrum für die Produktion des „Powertrain excellence“ bleiben, sagt Stephen Odell, Fords Europachef. Der Konzern hat seine Verlustschätzungen in Europa für das Jahr 2012 von einer Milliarde auf 1,5 Milliarden revidiert und geht auch im kommenden Jahr von ähnlichen Verlusten aus, sollte die Flaute weiterhin bestehen.

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