Diyarbakir: Haschisch-Hochburg der Türkei

Eine Studie in der Türkei zeigt, dass der Drogenkonsum in den südöstlichen Provinz Diyarbakir besorgniserregend ist: Rund 500 Tonen Hanf werden hier jedes Jahr produziert. Die Spur führt unterdessen zurück zur Terrororganisation PKK.

„Leider ist Hanf in dieser Region zu einem traditionellen Anbauprodukt geworden“, sagt Halit Advan, Vorsitzender der AKP der südöstlich gelegenen Stadt Diyarbakir. Das berichtet die türkische Tageszeitung „Zaman“.

Advan beruft sich auf eine Studie, welche die „Kommission im Kampf gegen Drogen“ der Stadtverwaltung Diyarbakir im Auftrag der AKP angefertigt hat. Aus dieser geht hervor, dass in der Stadt jedes Jahr durchschnittlich 500 Kilo Hanf angebaut werden. Damit ist die Region der größte Hanfproduzent in der Türkei. Der Drogenbasar befinde sich mittlerweile an jeder Ecke, in jedem Park und vor den Schulen, heißt es in der Studie weiter.

Darüber hinaus macht die Studie darauf aufmerksam, dass der Hanfanbau und -konsum mit den Aktivitäten der PKK in der Region zusammenhängt. Besonders in den Stadtteilen, in denen die PKK sich aufhalte, sei der Drogenkonsum am höchsten.

Der PKK wird seit Jahren vorgeworfen, ihren blutigen Kampf gegen die türkischen Sicherheitskräfte mit Drogen zu finanzieren. Die Polizei versucht dies zu unterbinden: So konnten in den letzten zwei Jahren über 50 Kilo Heroin und 21 Tonnen Hanf von den Sicherheitskräften in der Region beschlagnahmt werden.

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