Erdogan fordert Goethe und Co. für Türken

„Hegel, Kant und Goethe“ - das sind die Namen der Dichter und Denker, welche die hier lebenden Türken kennen sollten. Das forderte zumindest der türkische Premier Erdogan bei einem Treffen mit Kanzlerin Merkel am Mittwoch in Berlin. Unterdessen fanden sich am Brandenburger Tor Tausende von Menschen ein, die gegen die Politik von Erdogan demonstrieren.

„Ja zu Integration, nein zu Assimilation“. Das waren Premier Erdogans Worte bei seinem letzten Besuch in Deutschland. Doch dieses Jahr ist alles etwas weniger kämpferisch.

„Wir wollen, dass die Türken in Deutschland fließend Deutsch sprechen“, erklärte Erdogan am Mittwoch bei einem Treffen mit Kanzlerin Merkel in Berlin. „Sie sollen nicht nur türkische Autoren kennen, sondern auch Hegel, Kant und Goethe“, sagte er weiter.

Erdogan ließ es sich darüber hinaus nicht nehmen, auf Mesut Özil als gelungenes Beispiel für Integration hinzuweisen. Er sei das „Symbol der tief verwurzelten Beziehung zwischen Türkei und Deutschland“, erklärte er.

Unterdessen haben sich die Alevitische Gemeinde Deutschland und andere Gruppen in Berlin versammelt: Tausende Demonstranten fanden sich am Mittwoch am Brandenburger Tor ein und forderten mehr Rechte für Minderheiten in der Türkei und kritisierten Erdogans Politik.

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