Erdogan: Hungerstreiks in türkischen Gefängnissen sind nur Show

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan hat während seines offiziellen Besuchs in Berlin die Proteste in türkischen Gefängnissen als Teil einer Show bezeichnet.

Die Verbreitung der Nachricht von Hungerstreiks in türkischen Gefängnissen sei eine Mär, sagte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan: „Es gibt keinen Hungerstreik [in türkischen Gefängnissen], das ist nur eine Show“, sagte laut Angaben von „Zaman“ Erdogan am Mittwoch. Er beschuldigte die kurdischen Führer der Heuchelei, wenn sie die Gefangenen dazu brächten, „im Hungerstreik zu sterben“, während sie „Lamm-Kebab essen würden“.

Laut offiziellen Angaben des Justizministers Sadullah Ergin verweigern derzeit 683 Menschen in 66 unterschiedlichen Gefängnissen die Nahrungsaufnahme aus Protest gegen die Isolation des PKK-Führers Abdullah Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali, der seit über einem Jahr keinen Besuch seiner Anwälte erhalten durfte. Nun bereits seit sieben Wochen währt der Hungerstreik, womit nun lebensbedrohliche Konsequenzen drohen.

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